Dune: Imperium - Intrigen auf dem Wüstenplaneten
"Dune: Imperium" ist ein komplexes Workerplacement- und Deckbuilding-Spiel für 1-4 Personen ab 14 Jahren mit einer Spieldauer von meistens mehr als 120 Minuten, in dem wir versuchen, auf dem Wüstenplaneten Arrakis im Kampf um Einfluss, Spice und Wasser die meisten Siegpunkte zu erlangen.

Autor: Paul Dennen
Illustrationen: Clay Brooks, Brett Nienburg, Raul Ramos, Nate Storm
Verlag: Dire Wolf
Alle Personen spielen einen Charakter mit einzigartigen Fähigkeiten. In unserem Zug ziehen wir von einem Deck 5 Karten. Dieses Deck ist zu Spielbeginn bei allen Personen gleich.
Die Karten haben verschieden Funktionen. So können wir mit ihnen unsere Agenten auf die zur Karte passenden Aktionsfelder schicken. Steht ein Agent auf einem Feld, blockiert er dieses für alle anderen Personen. Nutzen wir die Karten dazu nicht, geben sie uns Boni, wenn wir keine Agenten mehr einsetzen können oder wollen.
Diese Boni geben uns Mittel, um neue Karten zu kaufen, erhöhen unsere Kampfkraft oder sogar unseren Einfluss.
So gilt es immer abzuwägen, wofür wir unsere Karten einsetzten. Diese Entscheidung ist immer spannend und interessant.
Der Deckbau ist eine entscheidende Komponente des recht abstrakten Spiels, denn er eröffnet uns neue Möglichkeiten, Aktionen auszuführen und unser Spiel variabler zu gestalten. Auf vielen Feldern können wir auch Einheiten in den Kampf schicken. Der Kampf bildet immer den Abschluss einer Spielrunde. Wer den Kampf gewinnt, erhält teils stattliche Belohnungen.
Während des Kampfes können Intrigenkarten gespielt werden, die den Ausgang stark manipulieren können.
Es gibt Intrigenkarten für alle erdenklichen Situationen, also nicht nur für den Kampf. Oft sind sie sehr situativ, können Siegpunkte bei Spielende oder Ressourcen geben. Diese Karten machen ganz klar den Reiz des Spiels aus, denn niemand am Tisch weiß, welche Karten die anderen haben. Da die Karten stark passiv oder aggressiv sein können, wissen wir nie, was in der nächsten Runde oder im Kampf passieren kann. Alles kann umgeworfen werden. Spielregeln werden außer Kraft gesetzt.
Die Intrigen sind Fluch und Segen zugleich. Sie heben die Spannung und das Spielgefühl, aber auch das Frustpotenzial auf ein anderes Level. Es kann sein, dass eine Person Siegpunkte quasi geschenkt bekommt und eine andere Person dafür extreme Mittel aufbringen muss. Andere erhalten einfach nur eine einzelne Ressource. Das kann man reizvoll finden oder einfach nur frustig. Viele andere Spiele wie "Istanbul" oder "Lords of Waterdeep" arbeiten auch mit verdeckten Handkarten, die in das Spielgeschehen eingreifen, um Überraschungen und für die anderen Personen etwas Unplanbarkeit, also Spannung, hinzuzufügen. Diese sind aber viel feinfühliger designt und brechen nicht das komplette Spielgeschehen.
"Dune: Imperium" ist ein hoch interaktives Spiel, das ohne seine Intrigen nicht das wäre, was es ist.
Ein wirklich gutes Spiel, wenn man es mag.
Quellen:
Istagram (pruem_spielt)
Tags: Deckbauspiel, Workerplacement, Intrige, Dune: Imperium


