Dominion - Kann das Spiel des Jahres 2009 auch heute noch überzeugen?
"Dominion" ein reines Deckbau-Spiel für 2-4 Personen ab 10 Jahren mit einer Spieldauer von 30-60 Minuten, welches eben diesen Deckbau 2008 zu einer etablierten Spielmechanik gemacht hat.

Autor: Donald X. Vaccarino
Illustrationen: Julien Delval, Tomasz Jedruszek, Ryan Laukat und viele andere...
Verlag: Rio Grande Games
Eine Reise Beginnt...
Wenn man heute an Deckbau denkt, kommen einem "Die verlorenen Ruinen von Arnak", "Dune: Imperium", "Slay the Spire", "Tea Garden" und "Klong!" in den Sinn. Sicher könnte man noch unzählige weitere Spiele aufzählen. All diese Spiele erweitern die Deckbau-Mechanik um Arbeiter, die wir mit den Karten einsetzen, eine Kampfmechanik oder um die Bewegung unserer Spielfigur.
"Dominion" hingegen ist einfach nur Deckbau.
Das führt dazu, dass wir gerade mit den vorgeschlagenen Einsteiger-Kartensets sehr schnelle Züge machen können, da wir unseren Spielzug nicht mit anderen Spielmechaniken abgleichen müssen.
In unserem Spielzug haben wir grundsätzlich eine Aktion und einen Kauf. Die Aktionen lassen uns Geldkarten aufwerten, mehr Karten ziehen und schaffen so zusätzliche Aktionen oder Geld. Manche Karten greifen die anderen Personen am Tisch aber auch an oder blocken Angriffe ab. Mit dem Geld kaufen wir Karten aus der Auslage.
Das Spiel kommt mit vielen Karten-Sets, die wir beliebig untereinander variieren können. Dadurch ändert sich die Auslage, aus der wir kaufen können und somit auch die Möglichkeiten, die wir im Spiel haben. So lassen sich von Spiel zu Spiel andere Taktiken anwenden und generell schafft "Doninion" so Abwechslung.
Im Grunde geht es in "Dominion" aber um Timing. Denn wir wollen Karten mit Siegpunkten kaufen. Diese Karten bringen aber absolut nichts in unserem Spielzug und machen unsere Handkarten unattraktiv, wenn wir sie aus unserem Deck ziehen. Irgendwann sollten wir aber anfangen, diese Karten zu kaufen, denn ohne Siegpunkte verlieren wir das Spiel.
So stellt sich die Frage: Wann fangen wir an, in Siegpunkte zu investieren? Haben wir unser Deck gut aufgebaut, lassen sich starke Kettenzüge ausspielen, die uns sehr viel Geld und Aktionen bringen können. Siegpunkte stoppen diesen Spielmotor.
Auch heute noch hat "Dominion" im Basisspiel einen hohen Spielwert. Die Züge gehen sehr schnell und die verschiedenen Karten-Sets bringen stetige Abwechslung ins Spiel. Vielleicht will die Kennerspielerin schnell mehr. Ich fand die Rückkehr zur Basis allerdings erfrischend. Die verschiedenen Deckkonstellationen wollen strategisch durchdrungen werden und die genommenen Karten der anderen Personen gekontert. Ich freue mich auf weitere Partien.
Dieser Bericht erst mal ist nur der Start zu einer langen Reise durch die Welt dieses mittlerweile extrem umfangreichen Kartenspiels. Bis heute erscheinen regelmäßig Erweiterungen, die das Spiel nicht nur um Karten, sondern auch um Spielmechaniken erweitern. So gilt es für mich in Zukunft viel zu entdecken.
Quelle:
Instagram (pruem_spielt)
Tags: Deckbauspiel, Spiel des Jahres, Dominion


