„Ascendia“ angespielt: Abenteuer-Fantasy-Brettspiel zwischen Catan und Andor auf der SPIEL Essen 2025
Bei dem hier vorgestellten Spiel handelt es sich um einen sehr finalen Prototypen. „Ascendia“ erscheint bei SBG, richtet sich an 1 bis 4 Spieler und soll 45 bis 60 Minuten dauern. Wir hatten auf der SPIEL Essen 2025 die Gelegenheit, das Spiel anzuspielen und in diesem Beitrag erzählen wir unseren ersten Eindruck.
Der Winter naht und so auch Eure neue Position als Anführer von „Ascendia“, denn diese Stelle ist vakant. Ihr seid ein Abenteurer und bewegt euch von Hexfeld zu Hexfeld über die weiten Lande, um möglichst viel Ruhm zu sammeln. Denn nur Ruhm und eine gute Menge Glück braucht ihr, um dieses Ziel zu erreichen.

Das bietet Ascendia
Das Spielfeld von „Ascendia“ wird modular aus Hexplättchen zusammengesetzt. Jede Person bekommt einen Abenteurer. Ich habe eine Grundversion gespielt, in der alle Abenteurer gleich waren, aber es gab Karten, mit denen hätten wir individuelle Fähigkeiten erhalten können.
Pro Zug hat jeder Abenteurer zwei Aktionspunkte und kann diese ausgeben, um sich von Feld zu Feld zu bewegen, gegen wilde Kreaturen zu kämpfen, Rohstoffe zu sammeln und damit Gegenstände herzustellen, oder Dinge am Markt zu verkaufen, um sich neue Ausrüstung zu kaufen.
Wer das Hexfeld wechselt, deckt eine Ereigniskarte auf. Das können Tiere sein, die ich entweder erlegen kann, um Fell zu bekommen, oder zähmen, um sie als Gefährten zu erhalten. Teilweise sind es besondere Situationen, wie das Entdecken einer Ruine oder der Überfall auf eine Karawane, welche einen Würfelwurf erfordern, um zu sehen was passiert.

Will ich gegen ein Tier oder irgendeinen anderen Gegner kämpfen, wird ebenfalls gewürfelt. Würfelergebnisse lassen sich mit Ausrüstungskarten manipulieren und von denen gibt es eine Menge. Jeder Ausrüstungsgegenstand kann sogar noch aufgewertet werden und hat eine verbesserte Rückseite.
Auf den verschiedenen Feldern können auch Rohstoffe gesammelt werden, um diese zu verkaufen, oder daraus Ausrüstung anzufertigen. Auch hier wird darauf gewürfelt, ob es klappt, oder nicht.
Jede Runde friert ein Teil des Spielfeldes ein, also ein Hexfeld wird umgedreht und zeigt nun einen schlechteren Effekt. Der Winter hält langsam Einzug.

Wurde genügend Ruhm durch Begegnungen und Monsterkämpfe gesammelt, kann der Versuch unternommen werden, in der Mitte des Spielfeldes sein Glück auf den Anführerposten zu versuchen. Es wird gesammelter Ruhm eingesetzt und dann wieder gewürfelt. Das Würfelergebnis wird zu dem eingesetzten Ruhm gezählt. Wurde ein bestimmter Wert erreicht, ist das der Sieg, wenn es schief geht, ist alles weg. Also wieder hinaus in die Wildnis zu neuen Heldentaten.
Erster Eindruck von Jan
Was direkt während der Erklärung sehr positiv aufgefallen ist, ist die Ikonographie. Diese ist so eingängig, dass ein erfahrener Spieler sie eigentlich sofort deuten kann und Neulinge schnell reinkommen sollten. Das gesamte Spiel ist sehr einsteigerfreundlich und ich denke, das war auch genau der Ansatz.
Es gibt eine Menge an Zufällen. Neben verdeckten Karten und Plättchen gibt es viele Würfelwürfe. Es gibt sogar „explodierende Würfel“. So wurde es genannt, wenn ich das beste Ergebnis würfel und dadurch einen weiteren Würfel werfen darf. Aber auf jedem Würfel ist ein Patzer-Symbol, das dafür sorgt, dass kein Würfel gewertet wird. Möchte ich also überhaupt weiterwürfeln?

Neben den zufälligen Ereignissen beim Herumlaufen liegen auf jedem Feld noch Plättchen, die erkundet werden können. All diese Zufallselemente zusammen haben einfach super dieses Abenteuersetting transportiert. Geh raus, stell dich dem Unbekannten und kehre vielleicht ruhmreich wieder zurück.
Auch wenn es mal nicht klappte, war das nicht so frustrierend. Generell war das Spiel eher sehr belohnend. Rückschläge waren verkraftbar, weil es so flott voran ging. Es kann ja ohnehin nicht lange über einen Zug nachgedacht werden, weil alles verdeckt ist.
Ich kann meine Mitspieler nicht angreifen, aber ich kann mit ihnen gegen Monster kämpfen oder ihnen ein bisschen das Leben schwer machen, wenn ich mit ihnen auf einem Feld stehe. Es ist kompetitiv, aber nicht konfrontativ.

Durch das Rohstoffesammeln und -ausgeben wirkt es wie eine Mischung aus „Catan“ und „Die Legenden von Andor“. Und genau dort scheint auch die Zielgruppe zu liegen. Es ist klassische Fantasy-Action mit einer niedrigen Einstiegshürde.
Mein erster Eindruck von „Ascendia“ war sehr postitiv und hat Lust auf mehr gemacht. Wer gerne Baumwächter, Trolle, Schwerter und Rüstungen an den Tisch mit der Familie bringen möchte, ist hier genau richtig. Der Late Pledge auf Gamefound ist noch offen.
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