Zwischen Begeisterung und Grübelpausen - Wie schlägt sich Schwingenschlag als komplexester Teil der Reihe?
"Schwingenschlag" ist ein Tableau-Building-Spiel mit Ressourcen- und Hand-Management-Elementen für 1–5 Personen ab 12 Jahren, mit einer Spielzeit von gut 30 Minuten pro Person, in dem wir für Drachen Höhlen ausgraben und sie dann anlocken, um auf verschiedenste Weise Boni und Siegpunkte dafür zu erhalten.

Autorin: Connie Vogelmann
Illustrationen: Clémentine Campardou
Verlage: Stonemaier Games, Feuerland Spiele
"Flügelschlag“ – "Schwingenschlag" - "Flossenschlag"
Das Spiel mit dem Drachenthema bildet aktuell die Mitte der Reihe und ist das komplexeste der drei Spiele. Wer "Flügelschlag“ schon mal gespielt hat, findet schnell in die Mechaniken von "Schwingenschlag" hinein.
Im Grunde haben wir in unserem Zug nur drei Optionen:
graben, anlocken und erkunden
Damit wir Drachen anlocken können, benötigen wir Höhlen. Diese geben uns beim Ausspielen sofortige Boni. Angelockte Drachen hingegen haben sehr vielfältige Effekte. Mal geben sie uns beim Spielende Punkte, mal Soforteffekte oder aber auch dauerhafte Effekte, die wir aktivieren, wenn wir die Höhle erkunden.
Unser Tableau besteht aus drei Ebenen mit Höhlensystemen, in die wir unsere Drachen spielen. Erkunden wir ein Höhlensystem, laufen wir mit unserer Spielfigur von links nach rechts durch eine Ebene und triggern dort alle Effekte. Die Höhlensysteme sind dabei auch der bedeutendste Unterschied zu Flügelschlag. Zum einen müssen diese erst ausgegraben werden und zum anderen haben sie bereits vorgedruckte Effekte, die wir auslösen können. Je mehr Drachen wir in eine Ebene spielen, desto mehr zusätzliche Effekte lösen wir aus.
Unsere Aktionen müssen wir immer mit Münzen bezahlen. So kann es sein, dass Personen bereits passen müssen, andere aber noch in der Spielrunde bleiben. Das macht die Münzen besonders wertvoll, denn ein zusätzlicher Zug ist sehr mächtig.
"Schwingenschlag" hat mir sehr gut gefallen. Ich habe "Flügelschlag" genau so wie "Schwingenschlag" erst ein Mal gespielt. Einen echten Vergleich kann ich also nicht ziehen, doch die zusätzliche Ebene mit den Höhlen hat mir wirklich gut gefallen. "Schwingenschlag" ist ein echtes Optimierungsspiel. Es ist immens wichtig, in welcher Reihenfolge wir was tun, um möglichst effektiv zu spielen. Ähnlich wie bei "Everdell" können wir mit der richtigen Spielweise bedeutend mehr aus einer Spielrunde rausholen, als es zunächst den Anschein hat.
"Schwingenschlag" ist nicht wirklich interaktiv und gerade im Spiel zu fünft kann die Downtime schon hoch sein. Was vergleichbare Tableaubilder angeht, ziehe ich "Erde" vor. Hier haben wir gar keine Interaktion, aber auch keine Downtime. Als Ersteindruck würde ich "Schwingenschlag" "Flügelschlag" vorziehen, aber am Ende doch wahrscheinlich lieber "Erde" spielen.
Hier findet ihr den Test von Alex und Wandee zu "Schwingenschlag".
Solltet ihr das Spiel bereits gespielt haben und ich habe es in den Himmel gelobt, obwohl es in euren Augen vollkommener Mist ist, oder habe ich es völlig zu Unrecht zerrissen, schreibt mich auf Instagram an. Auch sonst könnt ihr mich gerne kontaktieren. Den Link findet ihr unter der Quelle.
Tags: Tableaubau, Handmanagement, Ressoucenmanagement, Schwingenschlag

