Kleine Schachtel, großes Spiel - Bald startenden Kickstarter Tranquility: The Descent schon angespielt
"Tranquility: The Descent" ist ein kooperatives Karten-Auslage-Spiel für 1–5 Personen ab 8 Jahren mit einer Spieldauer von etwa 45 Minuten, in dem wir fast ohne Kommunikation Karten in der richtigen Reihenfolge auslegen müssen.

Autor: James Emmerson
Illustrationen: Tristam Rossin
Verlag: Wayfarer Games
Das sagt der Verlag auf BGG zum Spiel:
In "Tranquility: The Descent" arbeiten die Spielenden zusammen, um auf der Suche nach Ruhe in die Tiefen hinabzusteigen. Die Spielenden legen abwechselnd Karten aus, um ihren Mitspielenden den Weg zu ebnen. Reist gemeinsam durch glitzernde Höhlen und unterirdische Lichtungen in dieser 30- bis 40-minütigen Entdeckungsreise durch die Erde. Wie alle Spiele der "Tranquility-Reihe" wird auch "The Descent" schweigend gespielt. Tief unter der Erde müsst ihr neue Wege der Zusammenarbeit finden, um die Gefahren zu überwinden, die unter der Oberfläche lauern.
Wir haben eine Vorabversion des Spiels erhalten, die schon eine sehr ansprechende Produktionsqualität aufweist.
Das kleine Spiel macht mit den Illustrationen von Tristan Rossin einen wirklich guten Eindruck auf dem Tisch. Ihr könnt das Spiel bald auf Kickstarter unterstützen.
Als ich die Regeln gelesen habe, musste ich sofort an "Hanabi", das Spiel des Jahres 2013, denken. Wir versuchen, kooperativ eine aufsteigende Zahlenfolge auszulegen, ohne uns über unsere Karten absprechen zu dürfen.
"Tranquility: The Descent" ersetzt nun die Memory- durch eine Schätz-Mechanik, was mir deutlich besser gefällt. Wie auch bei "Hanabi" gibt es in "Tranquility" Möglichkeiten der begrenzten Kommunikation. Diese sollten allerdings mit Bedacht eingesetzt werden, da der Weg in die Tiefe immer schwieriger wird.
Zudem setzt "Tranquility" auf eine zusätzliche Ebene, die interessante Entscheidungen erfordert. Bevor wir eine Karte mit ihrem Zahlenwert an eine Position spielen, müssen wir dort zunächst eine Karte derselben Farbe, also mit demselben Element, hinspielen. Somit müssen wir stets entscheiden, welche Zahlen wir verdeckt spielen, also als Grundlage für andere Zahlenkarten opfern.
Ein interessanter Kniff ist, dass wir die Karten aufsteigend in unserer Hand platzieren. Da wir die Rückseite der Karten der Mitspielenden sehen, können wir grob Rückschlüsse darauf ziehen, wohin wir sinnvoll verdeckte Karten spielen sollten. Wir wissen zum Beispiel, dass die kleinste Karte einer anderen Person blau ist. Also können wir eher links eine blaue Karte spielen. Legt diese Person die blaue Karte dort nicht ab, liegt der Verdacht nahe, dass diese Person nur hohe Karten auf der Hand hat.
Das Grundspiel kann noch durch diverse Module erweitert und auch solo gespielt werden. Darüber werde ich später berichten. Bisher finde ich "Tranquility: The Descent" sehr unterhaltsam. Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr euch hier benachrichtigen lassen, wenn das Spiel auf Kickstarter startet.
Quellen:
BGG
Kickstarter
Tags: Kooperativ, Deduktion, Karten auslegen, Tranquility: The Descent

