U.S.-Zölle vs. Brettspielbranche - Erster Verlag macht dicht
Die von U.S.-Präsident Donald Trump erhobenen Zölle dominierten in den vergangenen Wochen die Nachrichten. Auch in unserem Podcast und mehreren Artikeln kam das Thema vor. Meistens ging es jedoch um Prognosen oder Reaktionen von Menschen aus der Brettspielbranche.
Nun hat die Realität aber endgültig zugeschlagen: Greater Than Games (GTG), der Verlag hinter dem gefeierten Expertenspiel „Spirit Island“ und aktuellen Spielen wie „Compile“ und „Medium“, hat alle seine Mitarbeitenden entlassen und den Betrieb effektiv eingestellt. Das meldete Darrel Louder, nun ehemaliger Creative Director von GTG, kürzlich in den sozialen Medien und auf der verlagseigenen Website.
Spirit Island-Autor gibt Statement ab
Auf BoardGameGeek löste diese Nachricht einen regelrechten Sturm der Entrüstung und Traurigkeit aus. Wenig später meldete sich auch Eric Reuss, Autor von Spirit Island, selbst zu Wort. Dort heißt es:
„Ihr habt vielleicht gehört, dass Greather Than Games heute weitgehend geschlossen wurde. Das ist eine Tragödie, und mein Mitgefühl gilt allen Mitarbeitenden, die entlassen wurden; es sind hervorragende Leute, mit denen die Zusammenarbeit großartig war. Vielen Dank an alle, die sich nach Bekanntwerden der Nachricht bei mir gemeldet haben, ich weiß das wirklich zu schätzen. […]
Viele Leute haben mich gefragt, was das für die Zukunft von Spirit Island bedeutet. Ich muss erstmal eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation machen, bevor ich Pläne für die Zukunft mache, geschweige denn etwas über diese Pläne verkünden kann. Aber eines kann ich sagen: Ich bin noch lange nicht fertig mit dem Spiel, also macht euch keine Sorgen, dass es in der Versenkung verschwindet. […] Nochmals vielen Dank für eure Fürsorge. Und an die Menschen aus den USA: Bitte sagt euren gewählten Vertretern und dem Weißen Haus, wie schrecklich diese Zölle sind.“
Es scheint also noch nicht völlig aus zu sein für Spirit Island, mit neuen Erweiterungen oder neuen Versionen kann in der nahen Zukunft aber wohl auch nicht gerechnet werden. Die Website des Verlags soll aber weiterhin erreichbar bleiben.
Quellen:

