Nur kurz die Welt retten - Bilder der SPIEL25
Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein riesiger Asteroid namens “Leviathan” und er fliegt direkt auf den Planeten “Alarria” zu! Die Rettung des Planeten, den die Menschheit zu Forschungszwecken besiedelt hat, liegt in den Händen von ein bis vier Spielern und sie haben dafür etwa 60 bis 90 Minuten Zeit.
Das Eurogame “How to Save a World“ ist in seiner deutschen Version bei Frosted Games erschienen und bestellbar. Im Spiel werden Forscher eingesetzt, um der Bedrohung am Tag X mit drei Strategien (Laserbeschuss, Orbital-Schild oder Evakuierung) zu begegnen. Der Autor Yuval Grinspun hat mit den Illustratoren Fahed Alrajil und Tithi Luadthong zusammengearbeitet. Fahed Alrajil hat zuletzt mit der Mitwirkung am Kennerspiel des Jahres 2025 “Endeavor: Die Tiefsee“ auf sich aufmerksam gemacht.
Es handelt sich um ein Worker Placement Spiel mit Elementen des Ressourcenmanagements sowie Engine-, Bag- und Deckbuilding. Die ursprüngliche Umsetzung erfolgte im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne von Burnt Island Games 2024.
Die Bilder dieses Artikels zeigen die Präsentation auf der SPIEL25 und Deluxe-Material.
Überblick zum Ablauf
“How to Save a World” wird über bis zu fünf Runden gespielt.
In jedem Zug besteht die Möglichkeit, Raumfähren aus den Poolfeldern an Orten auf dem Planeten bzw. dem Mond einzusetzen oder Aktionskarten zu spielen. Sobald alle Teilnehmer passen, endet die Runde.
Am Rundenende rückt der Asteroid näher an den Planeten. Je nach Entfernung werden Auslagen aufgefrischt, Bauwerke an Orte des Mondes hinzugefügt oder Asteroiden-Würfel in den Beutel geworfen.
Anschließend wird der Projektfortschritt bestimmt. Hierfür werden Würfel (Anzahl entsprechend der Gefahrenstufe) aus dem Beutel gezogen: die bunten Würfel kommen auf die Fortschrittsleiste des Projektes, die schwarzen Würfel lassen den Asteroiden weiter vorrücken und werden wieder in den Beutel gelegt.
Das Spielende kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden
- Der Asteroid erreicht den Planeten
- Ein Forschungsprojekt ist kurz vor Fertigstellung
- Die höchste Gefahrenstufe wird erreicht (nach fünf Runden)
Was kann getan werden?
Jeder Spieler steuert sein eigenes Forschungsunternehmen. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Kontrolle der eigenen Ressourcen. Zu Beginn jeder Runde verfügt man mindestens über die Menge, welche durch die jeweilige Ertragslinie gekennzeichnet wird.
- Energie wird benötigt, um Karten auszuspielen, zwischen Planet und Mond zu reisen oder am Laser zu arbeiten (rosa)
- Mit Mineralien kann am Schild gearbeitet oder Reaktionskarten gekauft werden (blau)
- Biomasse ist notwendig für den Fortschritt der Evakuierung sowie Spezies-Karten. (grün)
- Wissen fördert Forschung und kauft Aktionskarten (gelb)
- Genialität ist eine Joker-Ressource, welche die anderen ersetzen kann (weinrot)
Die Karten und Orte haben diverse Effekte:
- Ressourcen erhalten und ausgeben
- Ertragslinien erhöhen
- Abzeichen erhalten und verbrauchen
- Startspieler der nächsten Runde
- Arbeit an einem Projekt
- Forschung und Entwicklung
- Karten kaufen oder entfernen
Jede Arbeit an einem der Projekte legt einen weiteren Würfel der entsprechenden Farbe in den Beutel und verlangsamt somit indirekt den Asteroiden. An Schlüssel-Stellen der Beteiligungsleisten winken Abzeichen und zusätzliche Punkte.
Die Forschung und Entwicklung bringt dem jeweiligen Spieler Vorteile. So können z. B. Ressourcen gewonnen, Kosten reduziert oder Punkte erhalten werden
Generell gilt: Je öfter eine Aktion genutzt wird, desto teurer wird sie für den Spieler.
Zu jedem Rundenbeginn werden die Raumfähren auf die Pool-Felder gesetzt. Ob sie dabei auf dem Mond oder Planeten stehen, hängt davon ab, an welchem Ort sie in der Vorrunde eingesetzt wurden. Abzeichen werden reaktiviert, abgelegte Karten aufgenommen, Ressourcen bis zur Ertragslinie aufgefüllt und die Gefahrenstufe erhöht sich.
Tag X - Das Ende der Bemühungen
Am Ende des Spiels zeigt sich der Erfolg der Forscher.
Zunächst wird der Laser abgefeuert, indem 10 Würfel aus dem Beutel gezogen werden und die rosanen sowie schwarzen davon auf der Fortschrittsleiste des Projekts angelegt werden.
Sollte das Feld mit dem Pokal erreicht werden, war der Laser erfolgreich. Wenn nicht, wird der Asteroid geschwächt, indem bis zu 3 Würfel auf die Fortschrittsleiste des Schildes verschoben werden. Dieser wird mit nun weiteren 10 Würfeln aus dem Beutel aufgeladen (diesmal blau und schwarz). Sollte hier das Feld mit dem Pokal bedeckt sein, war der Schild erfolgreich - falls nicht, greift die Evakuierung.
Abhängig von der Platzierung auf den Beteiligungsleisten und davon, welches Projekt am Ende die Rettung brachte, erhalten die Spieler Punkte. Die Spezies-Karten werden ebenfalls gewertet. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
Kickstarter- und Deluxe-Material
Der Veröffentlichung ging im Juni 2024 eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne voraus. 1.815 Unterstützer sammelten dabei 167.146 kanadische Dollar.
Frosted Games veröffentlichte eine daran angelehnte limitierte Deluxe-Version (89,95 €), welche online bereits nicht mehr verfügbar ist. Sie enthält aufgewertete Spielmaterialien sowie die beiden Mini-Erweiterungen “Labor-Anbauten” und “Krisen”.
Die Handelsversion von “How to Save a World” (49,95 €) kann allerdings mittels Upgrade-Pack (34,95 €) auf denselben Stand gebracht werden.
Bei der Recherche zu diesem Artikel hat sich zunächst sehr unübersichtliches Spielmaterial als klar strukturiert herausgestellt. Die Farben und Symbole werden konsequent verwendet.
Quellen:
Frosted Games - Deluxe Version
Frosted Games - Retail Version
Tags: Strategie, Eurogame, 1-4 Spieler, 60-90 Minuten, Deckbau, Bagbuilder, Ressoucenmanagement, Enginebuilder, Spiel25




