Red Carpet: Fotos, Winkel, Wertungen – der Blick durch die Handy-Kamera als Brettspiel
Das Spiel Red Carpet ist 2025 erschienen und richtet sich an 2–4 Personen ab 8 Jahren. Das Spiel bietet laut Verlag eine Spielzeit von 30–45 Minuten. Autorenteam: Anna Lucini Canals, Pau Moré Gómez und Eloi Pujadas; illustriert wurde es von Albert Monteys. Erschienen ist es bei Devir.
Das bietet Red Carpet
Red Carpet versetzt alle an den Rand eines Preisverleihungsabends im Stil der großen Filmgala. Die Ankommenden schreiten über den roten Teppich, während die Presse auf die besten Porträts wartet. Die zentrale Idee: Die Spielenden fotografieren nicht „abstrakt“, sondern nutzen ihr eigenes Smartphone als Kamera. Es wird auf Sockel rund um das Spielbrett gelegt und dient als Blickwinkel auf die Szene. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem, was auf dem Spielbrett passiert, und dem Foto, das am Ende gewertet wird.

Ziel und Wertung
Gesucht werden Porträts mit hoher Punktzahl. Die Bewertung orientiert sich an klaren Kriterien: ob die Prominenz frontal in die Kamera blickt, ob sie im Vordergrund steht oder ob im Hintergrund Werbung zu sehen ist – je nach Konstellation werden Punkte addiert oder subtrahiert. Zusätzlich fließt eine thematische Ebene in die Abrechnung ein: Zu Beginn der Veranstaltung stimmen alle in mehreren Kategorien für Nominierte. Erhält eine gewählte Person später den Preis, verdoppelt sich der Wert ihrer Porträts. Das schafft eine Verzahnung aus Positionsspiel, Bildkomposition und antizipierter Preisvergabe.

Ablauf
Gespielt wird rundenweise. Pro Zug kommen Handkarten zum Einsatz, mit denen sich Stative/Tripods in der Pressezone platzieren oder Figuren auf dem Teppich bewegen lassen. Neben den prominenten Gästen befinden sich auch anonyme Personen in der Szene. Sie beeinflussen Linienführung und Sichtachsen und können ein Motiv verbessern oder „stören“. Da die Kamera physisch auf dem Sockel liegt, ist der Aufnahme-Winkel kein abstrakter Wert, sondern entscheidet unmittelbar über die spätere Auswertung des Fotos.

Taktik am Rand des Teppichs
Entscheidend ist das Timing: Wer wann welche Figur wie weit bewegt, legt die Grundlage dafür, ob im eigenen Sucher eine Person frei und frontal erscheint oder von anderen überlagert wird. Gleichzeitig gilt es, die Wahlstimmen so zu setzen, dass sich Chancen auf Verdopplungen ergeben, ohne die eigene Position aufzugeben. Die Partie bleibt damit familienfreundlich in der Regelbasis, belohnt aber vorausschauende Planung bei Winkel, Distanz und Motivwahl.
Quelle
Tags: Spiel25


