Über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber das Cover zur Neuheit Eternal Decks, darf als mutig bezeichnet werden. Verantwortlich dafür ist das japanische Design Studio MUJUNSHA, das ansonsten andere Produkte gestaltet. Eternal Decks ist derzeit gefragt wie kein anderes. Eine Traumwertung von 8,2 bei fast 800 Bewertungen auf BGG und ein aktuell geflutetes Forum auf derselben Seite zeigen eindeutig, dass das Spiel abseits der Optik ein Volltreffer sein muss.

Das bietet Eternal Decks
Das Spiel Eternal Decks ist 2025 erschienen und richtet sich an 1–4 Personen ab 10 Jahren. Die Spieldauer wird mit 30–40 Minuten angegeben. Das Spieldesign stammt von Hiroken, die Illustrationen von MUJUNSHA. Als Verlag wird unter anderem Tricktakers Games genannt.

Kooperatives Kartenspiel mit wachsendem Deck
In Eternal Decks versuchen alle gemeinsam, die Ziele des aktuellen Abschnitts zu erfüllen, bevor eine Person keine Aktion mehr ausführen kann. Zu Beginn verfügen alle über ein persönliches Deck mit nur fünf Karten. Im Verlauf der Partie kommen weitere Karten hinzu, die von verschiedenen sogenannten Eternals stammen. Diese Eternals sind Figuren im Spiel, die jeweils über ein eigenes, acht Karten umfassendes Deck verfügen. Von dort aus können Karten in die Spielenden-Decks wandern und neue Möglichkeiten eröffnen.

Die Züge laufen reihum. Wer am Zug ist, muss genau eine der folgenden Aktionen wählen:
- eine Karte ausspielen (auf das Feld, an den Fluss oder über eine Fähigkeit)
- ein Juwel erzeugen
- eine Karte an eine Mitspielperson weitergeben
Reihen, Farben und Einschränkungen
Beim Ausspielen der Karten gelten feste Platzierungsregeln. Auf dem Spielfeld liegen bis zu drei Reihen aus. Weder Farben noch Zahlen dürfen in einer Reihe nebeneinander identisch sein. Zusätzlich gibt es für jede Stufe des Spiels eigene Einschränkungen, die bestimmen, welche Karten an welcher Position liegen dürfen oder welche Kombinationen bestimmte Effekte auslösen.
Juwelen dienen als Ressource, um negative Effekte der Eternals abzuschwächen oder aufzuheben. Auf diese Weise entsteht ein Gleichgewicht zwischen dem Ausbau der eigenen Kartenauslage und dem Management der Widrigkeiten, die durch die Eternals ins Spiel kommen.

Sechs Stufen mit unterschiedlichen Zielen
Das Spiel ist in sechs Stufen gegliedert, die jeweils eigene Aufgaben vorgeben. In manchen Stufen sollen Punkte gesammelt werden, in anderen gilt es etwa, eine Geisterstadt zu überstehen, ein Labyrinth zu durchqueren oder einen Bossgegner zu besiegen. Jede Stufe bringt eigene Zusatzregeln und Siegbedingungen mit, während der grundlegende Ablauf mit Kartenaktionen, Juwelen und den Platzierungsregeln gleich bleibt.
Eine Partie endet, wenn die Spielgruppe die Ziele der aktuellen Stufe erfüllt hat oder wenn eine Person am Zug keine zulässige Aktion mehr ausführen kann. In diesem Rahmen entwickelt sich Eternal Decks als kooperatives Kartenspiel, das über die verschiedenen Stufen unterschiedliche Aufgabenstellungen mit demselben Kartensystem kombiniert.
Quellen