Kennerspiel von Vladimír Suchý und das Glück der Erde – passt das?
„Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ besagt ein Sprichwort, das wohl vom Schriftsteller Friedrich von Bodenstedt stammt. Ob dieses Glück auch im Spiel Epona zu finden ist, muss sich noch zeigen. Das neue Kennerspiel von Vladimír Suchý versucht es auf jeden Fall mit ausgefallenem Setting.
Das bietet Epona
Epona (2025) richtet sich an 1–6 Personen ab 10 Jahren und sieht eine Spieldauer von etwa 45–75 Minuten vor. Das Spieldesign stammt von Vladimír Suchý, die Illustrationen von Marcela Hradská, Martina Lásková, Milan Vavroň und Anna Zvočová. Erschienen ist der Titel bei Delicious Games.

Pferdebetrieb in den 1920er Jahren
Epona versetzt die Spielgruppe in das Mitteleuropa der 1920er Jahre. In einer Zeitphase wirtschaftlicher Stabilität entsteht rund um Pferdezucht und Reitsport ein eigener Wirtschaftszweig. Im Spiel übernehmen die Personen am Tisch die Rolle von Unternehmerinnen und Unternehmern, die einen eigenen Pferdebetrieb aufbauen sollen. Nach Verlagsangaben steht dabei der Ausbau eines möglichst erfolgreichen Gestüts im Mittelpunkt.
Über sechs Runden hinweg werden Karten in ein persönliches Tableau gespielt. Diese Karten repräsentieren unterschiedliche Bereiche des Betriebs: neue Standorte und Gebäude für die Stallanlagen, Fachpersonal mit speziellen Fähigkeiten, Ausrüstung sowie weitere Infrastruktur wie Trainingsarenen oder Rennbahnen. Mit jeder Runde wächst das Tableau und bildet den gewählten Schwerpunkt des eigenen Betriebs ab.

Tableau-Aufbau, Kartenwahl und Pferdezucht
Die zentrale Aufgabe besteht darin, geeignete Karten zu erwerben und so im Laufe der Partie ein stimmiges Gefüge aus Orten, Personal und Ausstattung zu entwickeln. Jede Karte bringt andere Effekte oder Wertungsmöglichkeiten in das Spiel, die sich gegenseitig beeinflussen. Laut Verlag spielen die Pferde selbst eine besondere Rolle: Unterschiedliche Pferdekarten eröffnen diverse Wege, Punkte zu erzielen oder Kombinationen zu nutzen.
Neben dem Aufbau über Karten ist auch Zucht ein Element des Spiels. Bestehende Pferde können miteinander gepaart werden, um Nachwuchs zu zeugen, was dann neue Eigenschaften oder zusätzliche Wertungen ins Spiel bringt. So lassen sich auf Dauer spezialisierte Linien oder besonders ertragreiche Besitzungen entwickeln, die im weiteren Spielverlauf eine größere Rolle einnehmen.

Struktur der Partie
Die sechs Runden folgen einem gleichbleibenden Ablauf, in dem nacheinander neue Karten erworben, ins Tableau integriert und bestehende Effekte genutzt werden. Entscheidungen über Investitionen in Gebäude, Personal, Ausrüstung oder neue Pferde wirken sich direkt auf die spätere Wertung aus. Am Ende der Partie wird anhand der aufgebauten Kartenlandschaft und der erreichten Punktbedingungen ermittelt, welcher Betrieb in Epona als erfolgreichstes Gestüt aus dem Spiel hervorgeht.
Quellen
Tags: Spiel25
