Die grosse Reise ist für 2–8 Personen ausgelegt, empfohlen ab 8 Jahren und hat laut Verlag eine Spieldauer von etwa 20 Minuten. Das Spieldesign stammt von Charlec, die Illustrationen von Maud Briand, Guillaume Tavernier und in der deutschen Ausgabe zusätzlich von Andreas Rocha. Erschienen ist das Spiel bei Game Factory in Kooperation mit Biotope Communication Édition.

Im Mittelpunkt steht der jährliche Zug in den warmen Süden. Die Spielenden übernehmen verschiedene Zugvogelarten, die jeweils mit eigenen Start- und Zielorten sowie unterschiedlichen Stärken und Schwächen ins Rennen gehen. Auf einem großformatigen Spielplan verläuft eine Migrationsroute mit Abzweigungen und potenziellen Gefahrenfeldern. Pro Etappe werden nach und nach bis zu zwölf Flugkarten aufgedeckt, die drei Flughöhen zeigen. Alle steuern eine kleine Vogelfigur über diese Kartenreihe und entscheiden dabei, ob sie in der nächsten Runde auf ihrer Flughöhe bleiben, steigen oder sinken.

Jede Flughöhe birgt andere Risiken: Erschöpfung, Gegenwind, Raubtiere, Zusammenstöße, Jagd und Verschmutzung sind als Symbole auf den Karten und auf den individuellen Vogeltableaus abgebildet. Trifft ein Vogel wiederholt auf dieselbe Gefahr, wandert der entsprechende Marker auf seiner Leiste nach rechts. Wird das letzte Feld überschritten, stürzt der Vogel ab und erzielt in dieser Etappe keinen Fortschritt, erhält aber ein Aufwindplättchen, das einen späteren Absturz einmalig abfangen kann.

Wer auf der niedrigsten Flughöhe rechtzeitig landet, bewegt am Ende der Etappe seinen Reisemarker entlang der Route – je nach Kartensymbol um mehrere Felder. Wer höher fliegt, kommt potenziell weiter, geht aber auch mehr Risiken ein. Gabelungen im Zugweg erlauben alternative Routen mit anderen Gefahrenprofilen. Sobald ein Reisemarker eines der Winterquartiere seiner Vogelart erreicht, ist die Partie beendet; bei Gleichstand entscheidet, wer seltener abgestürzt ist.

Begleitende Texte im Regelheft stellen die acht enthaltenen Vogelarten – etwa Schwarzmilan, Weißstorch, Rauchschwalbe oder Bienenfresser – sowie natürliche und menschengemachte Gefahren des Vogelzugs vor und geben dem Wettrennen in den Süden einen naturkundlichen Rahmen.

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