Pandemic mit Twist: ist dieses Kennerspiel aus 2024 ein Geheimtipp?
Chrono Fall: At the End of Space and Time ist beim deutschen Verlag Ornament Games erschienen und wurde in kleiner Auflage produziert. Dies ist abzulesen an den Boardgamgeek.com Bewertungen, denn bis heute sind nur etwas mehr als 100 zusammen gekommen. Diese sind dafür überschwänglich gut mit 8,1 von 10 Punkten.

Das bietet Chrono Fall: At the End of Space and Time
Das Spiel ist ein kooperatives Kennerspiel aus dem Jahr 2024 für 1–4 Personen ab 14 Jahren. Die Spieldauer liegt laut Verlag bei etwa 60–150 Minuten. Verantwortlich für das Spieldesign sind Stefan Scheidtweiler und Christian Schäfer-Scheidtweiler, die Illustrationen stammen von Samaneh Khoshbouy-Siakani und Daniel Wilwers. Erschienen ist der Titel bei Ornament Games in einer zweisprachigen Ausgabe (Deutsch/Englisch). Das Spiel gibt es auch beim Verlag zu kaufen.

Im Zentrum steht eine Sci-Fi-Geschichte um den sogenannten „Chrono Fall“: Durch Zeitexperimente ist das Raum-Zeit-Kontinuum instabil geworden, überall im All öffnen sich Risse, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verschlingen drohen. Die Spielgruppe übernimmt die Kontrolle über SPARCs, spezialisierte Raumschiffe, die gemeinsam versuchen, diese Risse einzugrenzen und den Bau der Raumstation „Protector“ zu vollenden. Auf einem großflächigen Hexfeld-Koordinatensystem manövrieren die Spielenden ihre Schiffe zu Planeten, Rissen und Frachtstrecken.

Jede Runde beginnt mit neuen Rissen, deren Position über Würfelwürfe und Effekte von Ereigniskarten bestimmt wird. Die SPARCs können mit Aktionspunkten fliegen, Risse scannen oder neutralisieren. Scans bringen wissenschaftlichen Fortschritt und schalten auf einem Technologiebaum verbesserte Navigations- und Neutralisationsfähigkeiten frei. Parallel bewegen sich Frachtschiffe über das Netz der Hexfelder, um Ressourcen von Exoplaneten zur Erde zu bringen. Diese Ressourcen fließen in den Bau des Protectors ein, dessen Fertigstellung die einzige Siegbedingung darstellt. Geht hingegen die „Raumintegrität“ auf null, sind zu viele Risse im All oder bestimmte Ereignisse treten ein, endet die Partie mit einer Niederlage.

Eine besondere Rolle spielt die Chrono-Matrix: Über sie sieht die Gruppe kommende Ereigniskarten im Voraus. Laut Verlag können die SPARCs dort gezielt in die Zeitlinie eingreifen, etwa indem Karten vertauscht oder Effekte abgeschwächt werden. Jeder Eingriff zieht jedoch neue Risse nach sich, sodass permanent zwischen kurzfristiger Schadensbegrenzung und langfristigen Folgen abgewogen werden muss. Energie-Kristalle dienen als zentrale Ressource für alle Aktionen; sie können normal genutzt oder „aufgeladen“ werden, was stärkere Effekte ermöglicht, die Kristalle aber zerstört.

Chrono Fall verknüpft damit kooperative Planung, Pick-up-and-Deliver-Elemente und Katastrophen-Management auf einem modularen Hexfeldplan. Ergänzend enthält das Regelwerk laut Verlag kurze Sachtexte und Hintergrundinformationen aus der Astrophysik, die die im Spiel aufgegriffenen Begriffe und Phänomene einordnen sollen.
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