Dieses wunderschöne Kennerspiel ist jetzt verfügbar
Rewild: South America ist mittlerweile beim Verlag Treecer erschienen und dort im Shop käuflich zu erwerben. Wir haben das Spiel auch in einem Podcast im Detail mit den Machern des Spiels besprochen, diesen können wir sehr empfehlen.

Das bietet Rewild: South America
Rewild: South America ist für 1–4 Personen ab 10 Jahren ausgelegt und bietet laut Verlag eine Spieldauer von etwa 45–60 Minuten. Das kartengetriebene Engine-Building-Spiel stammt von Bruno Liguori Sia, die Illustrationen kommen unter anderem von Keen Art, Rozenn Grosjean, Joey Pool und Johanna Tarkela.

Thematisch widmet sich Rewild: South America den sechs südamerikanischen Ökoregionen Caatinga, Gran Chaco, Cerrado, Pantanal, Amazonas- und Atlantikwald. Jede Region wird durch Biome, Tier- und Pflanzenkarten abgebildet, deren Wechselwirkungen ein vernetztes Ökosystem ergeben sollen. Ziel ist es, einen eigenen Lebensraum aufzubauen, in dem Ressourcen wie Wasser, Mineralien und Samen optimal genutzt werden und die einzelnen Arten möglichst eng miteinander verzahnt sind.

Die Grundlage des Spielablaufs ist bewusst schlank gehalten: Am Zug spielt eine Person eine Karte aus und entscheidet sich für eine von zwei aufgedruckten Aktionen. Anschließend können Tiere oder Pflanzen aus der offenen Auslage ins eigene Ökosystem geholt werden. Sobald eine Person acht (in längeren Partien neun) aufgedeckte Tierkarten vor sich liegen hat, wird das Spielende ausgelöst und die Siegpunkte werden ausgewertet.

Die eigentliche Komplexität entsteht durch die Vielzahl an Karten und Effekten. Biome liefern Ressourcen und Modifikatoren, die den Ausbau des eigenen Tableaus steuern. Immer wieder stellt sich die Frage, ob der Fokus auf einer Region liegen soll oder ob mehrere Ökozonen parallel entwickelt werden. Hinzu kommen taktische Überlegungen, wann das eigene Aktionskartenset vollständig zurück auf die Hand genommen wird, um wieder mehr Optionen zur Verfügung zu haben. Bei der Auswahl der Tier- und Pflanzenkarten geht es darum, Synergien zu erkennen: Einige Arten bringen sofortige Effekte, andere zahlen vor allem in der Schlusswertung auf vernetzte Strukturen ein oder können durch Räuber-Beziehungen aufgelöst werden, um direkt Punkte zu generieren. Wer diese Zusammenhänge am besten nutzt und das effizienteste Ökosystem aufbaut, führt am Ende die Wertung an.

Quellen
