Verrücktes schnelles Partyspiel mit BGG-Wertung von 8,0!
Normalerweise läuft es auf Boardgamegeek.com so, dass die leichten Partyspiele eher mittelmäßig bewertet werden. Kein Wunder, ist es eine Community voller Geeks, die tiefer im Hobby stecken. Hot Streak schafft es aber offensichtlich auch die Brettspiel-Connoisseure weltweit für eine schnelle chaotische Partie zu motivieren – immer wieder!
Hot Streak (2025) ist für 2–9 Personen ausgelegt, bietet laut Verlag eine Spieldauer von etwa 20 Minuten und richtet sich an Personen ab 6 Jahren. Das Wett- und Rennspiel stammt von Autor Jon Perry, die Illustrationen steuert Cécile Gariépy bei. Im Original erscheint der Titel bei CMYK, die deutschsprachige Ausgabe übernimmt Strohmann Spiele. Ein Erscheinen ist für 2026 bereits fest eingeplant.


Das bietet Hot Streak
Im Kern schlüpfen alle in die Rolle von Pechvögeln, die auf drei aufeinanderfolgende Maskottchen-Rennen setzen. Auf dem langen Stoff-Spielplan laufen vier skurrile Figuren – Gobbler, Hurley, Dangle und Mum – um die Wette. Vor jedem Rennen werden zunächst Wettscheine in einer Schlangendraft gewählt. Zur Verfügung stehen klassische Maskottchen-Wetten auf Platzierungen sowie sogenannte Side Bets, die besondere Situationen abfragen, etwa ob ein bestimmter Läufer ausscheidet oder mehrere Figuren das Ziel erreichen. Jeder Wettschein hat eine sichere und eine riskante Seite; auf der riskanten Variante fallen die Auszahlungen höher aus, können bei falscher Vorhersage aber auch Minusbeträge bringen.
Anschließend mischt eine Person als „Dealer“ das Rennkarten-Deck, während die übrigen Personen je eine zusätzliche Karte aus ihrer Hand verdeckt in dieses Deck einschleusen. So lässt sich der Rennverlauf leicht beeinflussen, ohne dass klar ist, wer welche Karte beigesteuert hat. Eine weitere Person übernimmt als „Handler“ die Bewegung der Figuren auf dem Plan, während alle anderen zuschauen, kommentieren und mitfiebern.
Die Rennkarten geben vor, was auf der Strecke passiert: Zahlenwerte bewegen ein Maskottchen um mehrere Felder, Stern-Symbole lassen es direkt zum nächsten Stern springen. Andere Karten drehen eine Figur um, lassen sie zu Boden gehen oder seitlich in eine Nachbarspur ausweichen. Durch diese „Swerves“ entstehen Zusammenstöße, bei denen das stehende Maskottchen zu Boden geht. Spezielle grüne Mehrfachkarten betreffen gleich alle Läufer gleichzeitig.

Wer zu oft stürzt oder von der Bahn geschoben wird, scheidet aus und landet disqualifiziert auf dem Podest. Läuft das Karten-Deck leer, wird der Zieleinlauf näher an das Feld herangezogen: Der Spielplan wird ein Stück gefaltet, und alle Figuren, die unter der Matte verschwinden, sind sofort aus dem Rennen. Sobald drei der vier Maskottchen entweder im Ziel oder disqualifiziert sind, wird die verbliebene Figur auf den letzten freien Podestplatz gesetzt und das Rennen endet.
Im Anschluss zahlt die „Bookie“-Person die Wetten aus. Maskottchen-Wetten bringen je nach Platzierung unterschiedliche Beträge, Side Bets zahlen nur bei korrekter Vorhersage – auf der riskanten Seite auch mit möglichen Verlusten. Nach jedem Rennen wird das Deck neu gemischt, alle erhalten wieder Handkarten, und die nächste Runde beginnt. Im dritten und letzten Rennen wird eine der beiden Wetten einer Person zusätzlich verdoppelt, inklusive einer möglichen negativen Auszahlung.
Am Ende der dritten Partie addieren alle ihr erspieltes Geld. Das Regelheft liefert dazu eine humorvolle Tabelle mit erzählerischen „Lebensläufen“ passend zum erzielten Betrag – von knapp gescheitert bis zum märchenhaften Gewinn. Hot Streak inszeniert so eine kurze, bewusst chaotische Abfolge aus Wetten, Rennverlauf und Auswertung, bei der die Maskottchen selten geradlinig und fast nie planbar ins Ziel gelangen.
Quelle

