
Mit Alufolie auf Warpgeschwindigkeit
Ob nun direkt zum Mond oder unterwegs zu Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, ist „Greif nach den Sternen“ auf jeden Fall ein guter Zeitvertreib. Die interessanten Fragen erfordern neben der korrekten Antwort auch eine gewisse Risikobereitschaft. Einige Antworten sind nur per QR-Code zu erhalten. Dadurch bleiben sie immer aktuell.

Für ein relativ simples Quizspiel ist „Greif nach den Sternen“ sicherlich überproduziert. Das enthaltene Raumschiff passt zusammengebaut kaum in die Schachtel zurück. Das runde Spielbrett ist überflüssig. Und schließlich kann auch das laufende Umhertauschen der Figuren, bis ein Captain gefunden ist, enervierend sein. Doch das ganze überflüssige Bling-Bling trägt auch sehr zur Stimmung bei. Wie jedes Kind weiß, kann eine gute Rakete durchaus aus Pappe bestehen. Mit ein bisschen Silberfolie und Drehknöpfen kann sie aber auch Warpgeschwindigkeit erreichen.

Die Illustrationen sind passend und erinnern an den Film „2001“. Dank der Aufdrucke der Meeple, sind sie sogar für Farbenblinde unterscheidbar. „Greif nach den Sternen“ ist unkomplizierter Spaß. Das gegenseitige Überbieten sorgt dafür, dass immer alle am Tisch beteiligt sind. Der Moment wenn sich jemand so sicher ist, dass es zu einem Mondflug kommt, sorgt für Schnappatmung und musternde Blicke. Die eigentliche Frage ist dann vergessen und die einzig wichtige Frage ist: Sollte ich dem Captain vertrauen? In diesen Momenten hebt das Spiel buchstäblich ab. Als schlichtes Partiespiel trägt es aber natürlich nicht über eine ganzen Abend. Da eine Runde lediglich aus 8 Karten besteht, ist jede Reise auch stets kurz.

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