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Test | District Noir

Die drei Gebäudekarten fand ich zuerst richtig gut. Ich dachte, dass sie das Spielgeschehen ein wenig aufpeppen. Nach ein paar Partien habe ich sie jedoch gehasst, weil ich das Gefühl hatte es sei zu glücksabhängig auf die Gebäudekarten zu spielen. Später wiederum, nach noch mehr Partien und einer ausgeweiteten Spielerfahrung, habe ich sie lieben gelernt.

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Was erst einmal banal anmutet lässt doch schnell eine verblüffende Tiefe erkennen. Einige Konstellationen sollten beiden spielenden Parteien klar sein. Wenn eine Person drei Fünfen hat, sind die beiden Fünfen in der Auslage quasi wertlos. Nach Bauchgefühl spielen ist zum Scheitern verurteilt. Karten müssen abgezählt werden und das erfordert ein konzentriertes Spielen.

Oft habe ich versucht Finten zu legen. Alle Pluspunkte einfach in die Mitte kippen in der Hoffnung, dass die Konkurrenz anbeißt und ich danach in aller Seelenruhe meine verbleibenden Achten von der Hand ausspiele und selbst aufnehme. Natürlich stinken entsprechende „Angebote“ der Gegenseite oft nach Köder.

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Ein sehr guter Köder sind auch die Gebäudekarten. Hat eine Person es geschafft zwei dieser Karten zu bekommen muss das Spiel anders gespielt werden. Hat die Person mit zwei Gebäuden die dritte Karte auf der Hand, kann sie ausgespielt werden und die andere Person wird zum Aufnehmen gezwungen. Ansonsten hat sie halt das Spiel verloren. Habe ich das dritte Gebäude auf der Hand und sehe die anderen beiden auf der Gegenseite, muss ich es irgendwie gedreht bekommen, dass ich diese Karte selbst aufnehme. Die Dynamik des Spiels fühlt sich dann so verändert an. Als wäre ein Alarm ausgelöst worden.

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Aber auch wenn die Gebäude sofort auf beide Seiten verteilt wurden, ist es ein spannendes Spiel. Gerade weil es Gerissenheit erfordert und sehr interaktiv ist, auch wenn es sich dabei lediglich um eine gemeinsame Auslage handelt.

Mit wenigen Karten und einem sehr schlanken Regelwerk wird hier viel Spielspaß erzeugt. „District Noir“ hatte mich ein wenig an das Spielgefühl von „Lost Cities“ erinnert. Wer solche einfachen, aber grübeligen Zwei-Personen-Spiele mag wird mit „District Noir“ gut bedient. Insgesamt eine schöne Empfehlung für Zwischendurch.

 

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