Test | A.I.Pokalypse - Fazit + Wertung Jan + Bilder vom Spiel

„Auto Battle“, das klingt so schön einfach. Ich kannte ja schon „Challengers“ und dachte mir, dass es wieder genau so ein lustiges, entscheidungsarmes Scharmützel wird, diesmal nur mit einer sehr viel ernsteren Thematik. Aber weit gefehlt. „A.I.Pokalypse“ tötet „Challengers“, reißt ihm die Haut runter, trinkt sein Blut und benutzt das Fleisch, um in der „Zone“ zu überleben.
Ich hatte ein normales Kennerspiel erwartet, aber bekam eine Effektschlacht, die ich im Expertenbereich ansiedeln würde. Es gibt so viele verschiedene Karten und Möglichkeiten das Spiel zu beeinflussen, dass ich froh bin, dass zumindest die Kampfphase „nur“ ein Auto Battle ist.
Der Einstieg war ungewöhnlich holprig. Ich musste wirklich oft das Glossar bedienen, weil mir Effekte nicht ganz klar waren. Das Spiel hat eine steile Lernkurve. Wenn ich weiß worauf ich achten muss, haben Neulinge kaum eine Chance.

Wer die Standardeinheiten und deren Zusammenspiel langsam verstanden hat, hat noch 66 Spezial-Einheiten mit eigenen Effekten vor sich. Aber da beginnt der Spaß. Ich habe schon Combos mit diesen Einheiten abgezogen, die mir in einem Zug zwei Einheiten aufs Maximum gebracht haben. In dem Spiel sind viele Wege versteckt, um wirklich krasse Züge hinzulegen. Und das fühlt sich verdammt gut an.
Es reizt mich die strategische Tiefe dieses Spiels zu erkunden, gerade weil es so kompetitiv und gnadenlos ist. Hier wird manchmal eine Menge Frustrationstoleranz gebraucht. Es ist kein kuschelweiches Familien-Eurogame in der rosafarbenen Wolkenwelt der guten Laune, in der Spiele immer mit ähnlichen Punkteständen ausgehen und sich niemand abgehängt fühlen muss. „A.I.Pokalypse“ ist ein Konflikt ums Überleben, verbreitet eben diese Stimmung und ist auch sehr mutig was das angeht.

Dadurch, dass alle Phasen simultan ablaufen ist einem nie langweilig beim Spielen. Ich kann ohnehin nicht viel Information aus den Entscheidungen der anderen ziehen, da ich zufällige Kampfkarten ausgeteilt bekomme. Vielleicht wird der gigantische Mech, den sich jemand über zwei Runden zusammengeschraubt hat gar nicht aktiviert.
Diese Glückskomponente muss bei der Menge an Effekten auch da sein, ansonsten könnten Grübler in eine Analyseparalyse fallen, aus der sie nie wieder aufwachen.
Das Spiel ist abwechslungsreich, spannend, funktioniert auch zu zweit und kommt mit einem grandiosen Artwork. Da kann ich über Ungenauigkeiten bei den Effekten und einfach kleine Tippfehler in der Anleitung hinwegsehen. Eine klare Empfehlung von mir und ich bin sehr glücklich darüber es auf der Messe eingepackt zu haben.

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