Test | Dog Park
Mein Hundehotel läuft gut und jedes Mal habe ich die Qual der Wahl, welche der süßen Fellnasen ich mit in den Hundepark nehme. Aber ich bin nicht die einzige Hundebegleitung im Ort und so wollen alle die begehrtesten Hunde in ihr Hundehotel aufnehmen. Erst am Ende wird sich herausstellen, wer das beste Hundehotel führt. Also Turnschuhe an und auf in den „Dog Park“.

Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Gassi gehen
„Dog Park“ wird über vier Runden gespielt, wobei jede Runde aus vier Phasen besteht. Ziel ist es, am Spielende die meisten Zuneigungspunkte zu besitzen.
Am Anfang einer Runde wird die aktuelle Wettervorhersage-Karte ausgeführt. Diese Karten haben Einfluss auf die aktuelle Runde. Wird beispielsweise die Karte Wind aufgedeckt, dann gibt es in dieser Runde zwei zusätzliche Zuneigunspunkte für jeden Jagdhund, der diese Runde angeleint und mit in den Hundepark genommen wird.

In Phase eins werden neue Hunde in unsere Hundehotels aufgenommen. Hierfür bieten wir mit bereits erhaltenen Zuneigunspunkten. Diese Auktions-Phase wird zweimal abgehandelt, so dass alle am Ende dieser Phase zwei neue Hunde in ihrem Hundehotel aufgenommen haben.
In der zweiten Phase müssen sich alle entscheiden, welche Hunde sie mit zum Gassi gehen in den „Dog Park“ nehmen und die dafür notwendigen Ressourcen abgeben, beispielsweise einen Stock, ein Hundespielzeug, Ball oder Leckerli.
In Phase drei erfolgt der Spaziergang im Park. Es kann mit der eigenen Figur stets ein bis vier Felder vorgerückt und dabei Ressourcen gesammelt, neue Hundekarten gezogen bzw. ausgetauscht und Siegpunkte gesammelt werden.

In der letzten Phase geht es dann nach Hause und jeder Hund, der mit spazieren war, bringt zwei Zuneigungspunkte. Minuspunkt gibt es für Hunde, die wir noch nie bei einem Spaziergang dabeihatten.
Jeder Hund gehört einer Zuchtkategorie an und kann durch seinen Charakter Einfluss auf eine bestimmte Phase der Runde oder auf das Spielende nehmen. Beispielsweise gibt es bei manchen Hunden Boni, in Form einer zusätzlichen Ressource, wenn dieser beim Anleinen ausgewählt wird. Hunde, die die Schlusswertung beeinflussen, ermöglichen es einem beispielsweise übrig gebliebene Ressourcen in Zuneigungspunkte umzuwandeln.

Ist die vierte Runde beendet, erfolgt die Schlusswertung. Hier werden zuerst die Eigenschaften der Hunde mit dem Stichwort Schlusswertung gewertet. Dann werden die Zuchtauszeichnungen gewertet, wofür es für jede Zuchtkategorie, für die meisten Hunde einer Zuchtkategorie im eigenen Hundehotel Zuneigunspunkte gibt. Alle haben noch eigene geheime Ziele, die zusätzlich gewertet werden, wenn diese erfüllt wurden. Beispielsweise gibt es drei zusätzliche Zuneigungspunkte falls sich im eigenen Hundehotel drei Hunde einer Zuchtkategorie befinden. Als letztes gibt es für je fünf ungenutzten Ressourcen einen weiteren Zuneigungspunkt. Wer dann die meisten Zuneigungspunkte hat, gewinnt „Dog Park“.
„Dog Park“ ist ein Mix aus bekannten Spielmechanismen, wie Set Collection, Auktion und Ressourcen Management auf Familienspiel-Niveau, eingebettet in ein unverbrauchtes Setting. Die Mechaniken greifen gut ineinander und es ist angenehm, dass viele Phasen zeitgleich passieren bzw. kurz sind und dadurch wenig Downtime entsteht. Der Einstieg fällt dank einer gelungenen Anleitung und Ikonographie leicht. Die Illustrationen sind sicherlich Ansichtssache. Uns konnte der Zeichenstil nicht ganz überzeugen, obwohl wir große Hundefans sind.
Das Spiel bietet reichlich Interaktion, da wir in mehreren Phasen, mit den anderen Hundebegleitern in direkter Konkurrenz stehen. In Phase eins bieten wir gegeneinander auf die Hundekarten, aber auch in Phase drei, wenn wir die Hunde im Park ausführen, kommen wir uns immer wieder in die Quere.

Im zwei Personen Spiel wird ein Bot hinzugenommen, der als dritte Partei fungiert. Der administrative Aufwand ist jedoch überschaubar. Besser gefielen uns jedoch die Partien zu dritt oder zu viert.
Das Solo-Spiel funktioniert ähnlich wie die Zwei-Personen Partie, allerdings müssen hierbei zwei Bots verwaltet werden. Zudem kann das Spiel nur bei Erreichung bestimmter Solo-Ziele gewonnen und gewertet werden. Gelingt dies, können die erreichten Zuneigungspunkte in einer Tabelle ausgewertet und ein Rang von hundemüde bis zu Rudel-Liebling erreicht werden. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen und vier unterschiedliche Solo-Ziele, die für Abwechslung sorgen. Persönlich hat uns allerdings die Verwaltung von zwei Gassibots nicht so zugesagt.

„Dog Park“ hat uns auf Grund der Interaktion gut gefallen hat. Es bietet wenig Neues, erlaubt sich aber auch wenig Schwächen. Die Spieltiefe ist gut geeignet für ein Familienspiel. Vielspieler werden auf Dauer allerdings ein wenig mehr Variation vermissen. Es gibt zwar zufällige Wetterbedingungen und persönliche Ziele, auch werden die Zuchtkategorien zufällig den Zuchtauszeichnungen zugeordnet, doch fühlen sich die Partien meist dennoch ähnlich an. Hier helfen möglicherweise die Erweiterungen, von denen es mehrere gibt, die wir allerdings nicht kennen.
In Summe ein gelungenes, thematisch gut umgesetztes Familienspiel, dass dazu einlädt, auch bei Wind und Wetter einen Spaziergang im Park mit Hunden zu machen.
Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spiel gemacht
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Bilder zum Spiel
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