Der Kunstmarkt ist unvorhersehbar und hart umkämpft. Alle Kunstsammler der illustren ART SOCIETY streben danach, die einzigartigste private Sammlung der Welt zu kreieren. Doch allein mit den meisten Geldscheinen zu wedeln, genügt hierfür nicht. Es muss geschickt und mit Weitblick ausgewählt werden, was bei Auktionshäusern ersteigert wird. Nur so kann der beste Geschmack in allen Bereichen der Kunst bewiesen werden.

Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Darum geht es in dem Spiel.
"Art Society" ist ein Auktionsspiel mit Puzzleelementen für 2-4 Spieler*innen, das als Familienspiel einzustufen ist. Das Ziel des Spiels ist es, die meisten Punkte zu erreichen, indem in jeder Runde auf unterschiedliche Kunstwerke geboten wird, um eine wertvolle Kunstsammlung zusammenzustellen.
Zu Spielbeginn erhält jeder Sammler ein eigenes Ausstellungstableau, ein Startgemälde für die Galerie sowie Biettafeln mit den Werten von 1 bis 20, um im Auktionshaus mitbieten zu können.

Der Wertungsbogen, die Kunstwerke in den vier Farbkategorien nach Wert sortiert und gemischt sowie die Verzierungsplättchen werden zudem für alle zugänglich bereitgelegt.
Reihum wird nun jeder abwechselnd zum Auktionator und wählt verdeckt Gemälde nach Anzahl der konkurrierenden Kunsthändler + 1 aus der Auslage. Diese Kunstwerke werden nun enthüllt und es wird darauf mit den Biettafeln geboten, um zu entscheiden, in welcher Reihenfolge diese für die eigene Sammlung ausgewählt werden dürfen. Bei einem Gleichstand entscheidet das Gebot aus der vorangegangenen Runde. Das verbleibende Gemälde wandert nun ins Museum und erhöht den Wert der entsprechenden Gemäldefarbe für die Wertung am Spielende.
Die ersteigerten Kunstwerke werden nun auf dem eigenen Spielertableau angrenzend an ein bereits platziertes Kunstwerk angelegt.
Beim Platzierungspuzzle gibt es Einiges zu beachten:
Die gleiche Rahmenfarbe angrenzender Kunstwerke führt dazu, dass Verzierungen erworben werden, die auch in die Galerie wandern und am Spielende wichtige Siegpunkte zählen.
Gleiche Gemäldefarben nebeneinander sollten jedoch unbedingt vermieden werden. Sie führen zu einem Fauxpas – diese Kunstwerke werden am Spielende komplett aus der Wertung genommen und belegen nun nur unnötigen Platz in der Galerie.
Beim Platzieren ist es zudem positiv, die Ränder mit den aufgedruckten Minuspunkten zu überdecken und die Kunstwerke, die die meisten Punkte bringen, auf der "Sichtlinie" der Besucher anzubringen, da diese extra Punkte bringen.
Sollte ein Gemälde aktuell nicht in die Sammlung passen, gibt es für jeden Kunstsammler einen Assistenten, eine Art "Lager für Kunstwerke". Hier kann zwischenzeitlich ein einzelnes Kunstwerk zwischengespeichert werden.
Wenn die Sammlungsplätze gegen Ende des Spiels knapp werden, gibt es zudem die Möglichkeit Kunstwerke mit gleicher Farbe gegen passende im Museum zu tauschen, falls diese besser in die Sammlung passen.
Das Spiel endet, wenn entweder alle Gebotskarten genutzt oder ein Spieler keine Möglichkeit mehr hat, ein Gemälde in seiner Sammlung zu platzieren. Nun wird überprüft, wer die einzigartigste Sammlung ersteigert hat und das Spiel gewonnen hat.
Mein Fazit
Schon von außen macht "Art Society" einen wunderschönen Eindruck. Das Cover mit den eingestanzten Elementen und den Neuinterpretationen von bekannten Kunstwerken ist ein Eye-Catcher, der jedes Kallax verschönert.
In der Packung geht es zum Glück genauso weiter. Es kommt ein tolles Filzinlay zum Sortieren der Kunstwerke zum Vorschein. Und auch bei den zur Auktion stehenden Kunstwerken gibt es so weitere grandiose Abwandlungen der berühmtesten Werke der Welt zu entdecken. Diese haben bei uns für den einen oder anderen Schmunzler gesorgt.

Die Anleitung ist kurz, knackig, klar und verständlich und unterfüttert jede Regel mit einem anschaulichen Beispielsbild. Spätestens diese Beispiele sorgen dafür, alle Unklarheiten zu beseitigen.
Doch "Art Society" glänzt nicht nur mit äußeren Werten, auch die Spielmechanismen selbst wissen zu überzeugen.
Der Auktionsmechanismus funktioniert prima und das Puzzlespiel macht ebenfalls Spaß. Die – etwas dünn geratenen – Biettafeln hochzuhalten und aufzudecken macht ungemein Spaß und simuliert wunderbar eine echte Auktion.
Das Spiel ist einfach zu erlernen, einfach zu erklären und bietet dennoch strategische Entscheidungsmöglichkeiten, so dass auch Vielspieler auf ihre Kosten kommen.

Es gibt keine langen Wartezeiten bei "Art Society", es spielt sich flüssig und gleichzeitig ohne Hektik, perfekt für einen gemütlichen Spieleabend nach einem harten Arbeitstag.
Idealerweise sollte man das Spiel in Vollbesetzung spielen, da sonst das Wettbieten etwas an Reiz verliert.
Einziger der vorhandenen Zufallsfaktoren kann zu Unmut führen, wenn man am Anfang zum Beispiel zwei gelbe Gemälde erworben hat, aber später nur noch andere Farben den Weg ins Museum finden. Hierauf haben die Spielenden leider nur minimalen Einfluss.
"Art Society" ist eine absolute Kaufempfehlung für Freunde von Familienspielen, die mit dem Thema etwas anfangen können. Es bietet genügend Neues, um regelmäßig auf den Tisch zu kommen. Wer tiefgründige Taktiken ausknobeln möchte und Glückselemente absolut nicht leiden kann, dem wird der Ausflug in die Kunstwelt jedoch nicht ganz so gut gefallen.

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