Test | Tricky Traders
Der Wochenmarkt ist in vollem Gange. Kauflustige Besucher strömen durch die Gassen, feilschen, stöbern und beleben die Stände. Leider auch die der Konkurrenz. Zwei Handelsgilden haben sich gegeneinander verschworen und liefern sich ein stilles Duell. Wem gelingt es unbemerkt den Rivalen zu sabotieren und sich die Herrschaft über den Markt zu sichern?

Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Buntes Treiben auf dem Wochenmarkt
Die sieben Marktstände werden im Kreis angeordnet und mit je einer Kunden-Figur und vier Ratten ausgestattet. Danach werden die fünf farblich unterschiedenen Persönlichkeits-Figuren zufällig auf dem Markt verteilt. Alle erhalten ihre Handkarten und zwei der insgesamt sieben Zielkarten der jeweiligen Stände. Ziel ist es, einen der beiden Marktstände zu pushen und so zu möglichst viel Ruhm zu verhelfen, der andere soll sabotiert werden, sodass dieser möglichst wenig Ruhm erhält. Am Spielende wird der Wert des sabotierten Marktes vom Wert des unterstützten Marktes abgezogen, dies ist dann das persönliche Ergebnis. Wer hier den höheren Wert erreicht hat gewinnt die Partie.

Um dies zu erreichen, können die Personen und Marktstände über drei Markttage hinweg beeinflusst werden. Am Anfang des Markttages werden die drei Tageszeiten-Würfel geworfen und dann die drei Tagesphasen (Morgen/Tag/Abend) nacheinander abgehandelt. In jeder Tagesphase werden von beiden jeweils zwei Handkarten gewählt, die gespielt werden. Diese führen die Spezialaktionen der Persönlichkeiten an Ihrem Ort aus, bewegen diese, oder ermöglichen Sonderfunktionen, wie die Bewegungsrichtung zu ändern. Beispielsweise lockt die Marktschreierin Kunden an und der Rattenfänger vertreibt die Ratten.
Haben alle geheim ihre zwei Aktionen gewählt, werden die Karten aufgedeckt. Sollten hierbei zwei gleiche Karten gewählt worden sein, heben diese sich gegenseitig auf und werden nicht gespielt.

Nach jedem Tag wird eine Zwischenwertung durchgeführt und jeder Marktstand einzeln gewertet. Es gibt Punkte, wenn ein Marktstand mehr Kunden hat als benachbarte Marktstände, bzw. Minuspunkte bei weniger Kunden. Je weniger Ratten sich bei einem Marktstand befinden, desto mehr Ruhm gibt es hierfür. Zu guter Letzt gibt es noch eine Wertung für die Persönlichkeits-Figuren, die am Marktstand stehen, die Marktschreierin bringt beispielsweise -2 Ruhm, die Saboteurin 0 Ruhm und der Gaukler 2 Ruhm.
Sind alle drei Markttage gespielt, werden die Ergebnisse aller drei Runden für jeden Stand zusammen gezählt.
Die beiden Kontrahenten decken ihre Wertungskarten auf und notieren den Ruhm des Marktsandes den sie unterstützt haben und ziehen davon den Wert des Marktstandes ab, den sie sabotieren wollten. Die Person mit dem höheren Wert gewinnt die Partie.
In „Tricky Traders“ betreiben wir eine Handelsgilde und versuchen den Markt zu unseren Gunsten zu beeinflussen. Unser Ziel: Den favorisierten Marktstand zu pushen – und dabei auch nicht davor zurückzuschrecken, konkurrierende Stände gezielt zu sabotieren.
„Tricky Traders“ ist ein Kartenspiel, jedoch werden die Karten nicht zufällig gezogen, sondern uns stehen am Anfang jeder Runde immer alle zur Auswahl. Mit diesen Karten können wir die Marktgeschehnisse gezielt beeinflussen und beispielsweise dafür sorgen, dass bestimmten Marktständen mehr Kundschaft und anderen mehr Ratten beschert werden. Hierbei ist gutes Taktieren erforderlich.

16 zur Auswahl stehende Handkarten, zwei je Persönlichkeit plus Sonderkarten, sind nicht gerade wenig und es sollte ein Moment Zeit genommen werden, um diese zu verinnerlichen. Anfangs wirkt das etwas erschlagend, aber bereits nach der ersten Runde, ist das Konzept verinnerlicht.
Es ist gar nicht so einfach den Markt nach den eigenen Wünschen zu manipulieren. Auch muss bedacht werden, dass Karten mit niedrigerem Wert zuerst ausgeführt werden. Das kann die Ausgangslage für eigene Aktionen drastisch verändern.

Auch sollten die Aktionen des Gegenübers stets im Blick behalten werden, denn wenn der Marktstand der Konkurrenz richtig erraten wird, können die eigenen Aktionen strategisch darauf abgestimmt werden.
Wer erfolgreich sein will, muss somit nicht nur vorausschauend planen, sondern auch versuchen, die Züge der Gegenseite zu antizipieren. Mitunter lohnt es sich sogar, dieselbe Karte wie mein Gegenüber zu spielen, um dessen Aktion zu neutralisieren. Dieses Katz- und Maus Spiel hat uns sehr gut gefallen.

Das Spielmaterial überzeugt ebenfalls und kommt in einer kompakten Schachtel daher. Ohne viel Aufwand kommt „Tricky Traders“ so auf den Tisch und fordert alle Beteiligten in einer moderaten Spielzeit. Wer gerne das Geschehen um sich herum beeinflusst und der Konkurrenz ein Schnippchen schlägt, sollte sich eine Partie „Tricky Traiders“ nicht entgehen lassen.

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Tags: Spiel25






