„Die rote Kathedrale“ ist ein wirklich gelungenes Spiel. Die Mechanik aus Würfelrondell, Mehrheiten Wertung und Ressourcen sammeln funktioniert tadellos. Selbst im Spiel zu zweit schafft es die Mechanik das Ganze in einen spannenden Schlagabtausch zu verwandeln. Besonders durch die Verzierungen bleiben Mehrheitsverhältnisse variabel, es sei denn, das Gegenüber investiert zu viel und lässt die anderen Türme brachliegen. Doch das schafft neue Optionen. Die Bonusplättchen erlauben die geschickte Verknüpfung von Aktionswürfeln und bringen so gewinnträchtige Folgeaktionen. Die Qual der Wahl ist omnipräsent. Zu keiner Zeit fallen Entscheidungen leicht, denn die Alternativen sind stets genauso vielversprechend. Gildenkarten bringen zusätzliche Aktionen und erweitern die taktischen Möglichkeiten.

Das Material des Spiels ist hochwertig. Sie heben „Die rote Kathedrale“ wirklich hervor und machen Spaß. Der Lagerplatz dafür bleibt jedoch immer knapp und lässt sich nur durch das Beanspruchen neuer Bauabschnitte vergrößern. Doch dadurch setzen sich Spielerinnen und Spieler neuen Risiken aus. Auch hier haben die Handwerkerinnen und Handwerker die Qual der Wahl.
Die Bauabschnitte mit ihrer generischen Ziegeloptik wirken etwas trist und sind meiner Meinung nach der einzige wirkliche Kritikpunkt an „Die rote Kathedrale“. Auch die Verzierungen schaffen es nicht die Kathedrale ansprechender zu gestalten. Doch dies bringt dem Spielspaß keinen Abbruch. Kennerspielerinnen und - spieler sollten bei diesem Titel beherzt zugreifen, sofern sie der Gestaltung oder der Mechanik etwas abgewinnen können. Durch die kleine Schachtel passt es sogar noch ins Reisegepäck und in schmale Lücken im bereits gut gefüllten Spieleregal.

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