Test | Die Chroniken von Avel - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel
„Die Chroniken von Avel“ ist ein Familien-Tower-Defense-Spiel. Die Charakter-Tableaus sind liebevoll gestaltet. Die Idee, dass die Charaktere selbst ausgemalt und benannt werden können, macht einen sehr Kinder orientierten Eindruck. Das Spielprinzip mit den zwei Aktionen pro eigenem Zug ist nicht schwer erlernbar, auch die Zug- und Kampfmechanismen sind nicht komplex. Der Puzzle-Mechanismus der Rucksäcke ist eine originelle Idee.

Die Spielzeit ist mit 60 Minuten realistisch angegeben, kann allerdings je nach Anzahl der Personen, der Komplexität des Spielfeldes und der variablen Einstellung der Ausdauerpunkte des Endgegners auch anders ausfallen. Die verschiedenen Möglichkeiten, das Spielfeld und die Widerstandskraft des Endgegners zu variieren, verleihen dem Spiel einen gewissen Reiz und führen dazu, dass das Spiel auch für Erwachsene interessant ist.
Dennoch ist das Spiel grundsätzlich für Kinder konzipiert, z. B. dadurch, dass die Charaktere nicht aus dem Spiel ausscheiden können.
Das Spiel ist durch die Anleitung sehr gut erklärt. Neben der eigentlichen Anleitung gibt es zudem noch eine Kurzversion, die während des Spiels gut genutzt werden kann. Es liegt weiterhin ein eigenes Heft mit einer fiktiven Geschichte der Burg Avel bei, die vor allem beim Spiel mit Kindern dazu beitragen soll, das Spiel zu einem Abenteuer zu machen.

Das Spiel lässt jedoch auch Fragen offen. So gibt es für die Charaktere auf dem Charakter-Tableau keine Schuhe. Da jedoch die Füße der Personen aufgemalt sind und für alle anderen Körperteile Ausrüstungsgegenstände existieren (Helm für den Kopf, Schild für die Brust, Waffen und Schilde für die Hände), ist das Fehlen der Schuhe sehr verwirrend und wird auch in der Anleitung nicht erklärt.
Vielleicht haben sich die Spieleautoren hier Potenzial für eine Erweiterung offen gehalten. Schuhe könnten z.B. die Anzahl der Bewegungsschritte erhöhen oder die Anzahl der Aktionen generell. Denn die Beschränkung auf zwei Aktionen pro Person ist im Spiel oft ein Problem. Es ist kein Mechanismus vorhanden, der weitere Aktionen pro eigenem Zug möglich macht.
Auch die Fähigkeiten der Ortsplättchen sind schnell bekannt und in ihren Mechanismen erschöpfend. Hier sind auch mit variiertem Aufbau des Spielbrettes nach mehreren Spielen wenig Neues zu entdecken.
Das Spiel „Die Chroniken von Avel“ ist somit meiner Meinung nach ein sehr schönes Spiel mit übersichtlichem Regelwerk.

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Tags: Fantasy, Entdecken, 60 Minuten, Tower Defense, 1-4 Personen





