Strategisches Weltraumabenteuer mit einzigartiger Aktionsmechanik - Ein Blick auf das innovative Space Bureau
"Space Bureau" ist ein Rasterplatzierungs-Aktionsauswahl-Spiel für 1–4 Personen ab 10 Jahren mit einer Spieldauer von 30–60 Minuten, in dem wir den Weltraum erforschen, um dort unsere Außenposten zu errichten und Proben von fremden Planeten zu sammeln.
"Space Bureau" wurde uns kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Autor: Andrey Kolupaev
Illustrationen: Nick Gerts, Polina Kulagina, Evgeny Zubkov
Verlag: Open Borders Studio, Hobby World
"Space Bureau" kann mit gleichen Voraussetzungen oder asymmetrischen Fähigkeiten gespielt werden. Für das Solo-Spiel bedeutet dies, dass wir uns eine Spezialfähigkeit und ggf. ein individuelles Raumschiff aussuchen können. Dies hat auch Einfluss auf die Abschlusswertung. Solo ist "Space Bureau" eine Punktejagd ohne Gegner.
Das ist aber nicht schlimm, denn wir haben auch so schon genug zu tun. Auf unserer Reise durch den Weltraum begleiten uns Aliens. Diese werden durch Plättchen symbolisiert, die wir auf Felder unseres Raumschiffs legen. Diese Felder haben Verbindungen. Alien-Plättchen dürfen wir immer nur an vorhandene Verbindungen anlegen. Dadurch lösen wir auf diesem Feld die Aktionen aus. Wir fangen unten mit dem Legen an. Weiter oben im Raumschiff befinden sich die stärksten Aktionen.
Wir können weiterfliegen, unser Raumschiff tanken, einen Außenposten bauen, durch das Space-Büro schreiten, um Boni zu erhalten, oder Proben von Planeten einsammeln. So gilt es, unsere Aliens effizient zu platzieren, um auch Folgeaktionen sinnvoll nutzen zu können. Einmal genutzte Aktionsfelder können nicht noch einmal genutzt werden.
"Space Bureau" nutzt eine interessante Aktionsauswahl. Wir müssen schon etwas im Voraus planen. Mit den individuellen Raumschiffen werden diverse Taktiken unterstützt. Die zusätzlichen Spezialfähigkeiten legen noch einen gesonderten Fokus auf die Aliens, die das Schiff steuern. Hier gilt es, nicht nur die richtigen Aktionen zu erreichen, sondern auch darauf zu achten, mit welchen Agenten wir das tun. Generell gilt, einen guten Weg durch das Raumschiff zu finden, um die maximalen Punkte erreichen zu können. Wie wir diese erreichen, ist vielfältig. Wir haben immer eine Wahl und werden nicht auf einen Pfad geführt, dem wir folgen müssen. Das Spiel macht Spaß und bietet genug Raum zum Knobeln.
Spielen wir "Space Bureau" solo, können wir sehr stark strategisch vorgehen. Wir haben keine Gegner, die uns die Pläne durchkreuzen, sondern können alles recht gut durchplanen.
Generell ändert sich im Spiel mit mehreren Personen nicht viel. Wir steuern mit unseren Alien-Plättchen unser Raumschiff, erkunden den Weltraum, bauen Handelsstationen, sammeln Proben und setzen unsere Agenten auf ihren Heimatplaneten ab. Mit voller Spieleranzahl gestaltet sich das Spiel nicht konfrontativ, jedoch können die Personen am Tisch Planeten bebauen, auf denen gerade eine andere Person eine Station bauen wollte. Das kann natürlich sehr ärgerlich sein.
Der Weltraum expandiert mit vielen Personen viel stärker, sodass wir mehr Optionen haben. Das Erkunden selber ist eine nicht zu unterschätzende Mechanik, die aber auch etwas Glück mitbringt. Erkunden wir einen neuen Planeten, erhalten wir Siegpunkte oder Proben, die später Siegpunkte bringen können. Entscheiden wir uns, mit dem letzten Tropfen Treibstoff ein neues Weltraum-Plättchen aufzudecken, müssen wir mit dem leben, was wir vorfinden. So bildet das Erkunden eine Mechanik, die zufällig ist, aber in Kombination mit anderen Aktionen sehr viele Siegpunkte abwerfen kann.
"Space Bureau" ist sprachneutral aber nur mit englischer Anleitung erhältlich. Die verwendeten Symbole sind allerdings schnell erklärt. Dann bietet das Spiel einen angenehmen Spielfluss. Gegen Ende können etwas längere Züge entstehen, da die Aktionen vielfältiger werden. So entstehen nette Kettenzüge, die viele Siegpunkte abwerfen können. Ich finde "Space Bureau" sehr gelungen und recht einzigartig. Ich kenne jedenfalls kein anderes Spiel, welches sich dieser Rasterplatzierungs-Mechanik bedient. Mit den asymmetrischen Raumschiffen und den Spezialfähigkeiten bleibt es sicher auch auf lange Zeit interessant.
Quellen:
Instagram (quality_thomas)
Instagram (quality_thomas)
Falls ihr eigene Erfahrungen mit dem Spiel habt oder etwas kommentieren wollt, könnt ihr das gerne auf meinem Instagram-Kanal tun.
Tags: Grid Movement, Aktionsauswahl, Space Bureau, Rasterlatzierung


