Test | Rebel Princess - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel
Als die frühen Menschen den Faustkeil erfanden, haben sie diese benutzt, um Skatkarten damit anzufertigen. Zumindest fühlt sich dieses Spielprinzip so alt an. Einzigartige Charakterfähigkeiten und die Thematik von „Rebel Princess“ sind dagegen höchst modern. Jedes Jahr wird dieses altehrwürdige Spielprinzip um dutzende Titel erweitert. Warum sollte ich mir „Rebel Princess“ also ins Regal zu den dreißig anderen Stichspielen stellen?
Der Reiz dieses Spiels liegt darin, sich gegenseitig die Heiratsanträge zuzuschieben. Ich muss keine genaue Vorhersage treffen, wie viele Stiche ich diese Runde gewinnen werde, oder irgendeinen anderen Auftrag erfüllen, sondern nur versuchen, den anderen am Tisch die Minuspunkte unterzujubeln. Und das erzeugt enorm viel Schadenfreude. Auch, dass die Rundenkarte vorgibt, dass Karten an die Nachbarn verteilt werden, sorgt für lustige Momente, weil die Leute anfangen sich gegenseitig den „Schwarzen Peter“ zu zuschieben. Alle wollen verhindern den Stich mit dem Frosch zu bekommen, der mehr als ein Drittel der Minuspunkte ausmacht.

Versagen wird hier hart bestraft und nicht selten können alle Heiratsanträge bei einer Person landen. Wenn das erst einmal zwei Runden passiert ist, fühlen sich die nächsten drei schnell frustrierend und anstrengend an. Hier zählt auch Können. Wer Stichspiele beherrscht und weiß worauf geachtet werden muss, lässt Neulinge im Regen stehen. Doch dieses traditionelle an dem Spielprinzip und diese kulturelle Verankerung in der Spielwelt, lassen immer wieder das Gefühl aufkommen, dass sich hier in einer Disziplin gemessen wird, die alle kennen. Es ist wie Schach gegen eine fremde Person spielen. Man geht davon aus, dass die Gegenseite die Regeln kennt.

Die Fähigkeiten der Prinzessinnen sorgen für reichlich Abwechslung. Gepaart mit den Sonderregeln der Rundenkarten können sie das Geschehen schon stark manipulieren. Wobei nicht alle Sonderregeln gleich spaßig sind. Einige sind komplexer als andere oder verlangen besonderen Verwaltungsaufwand. Hier geriet die Dynamik oft ins Stocken und ich musste ins Glossar schauen.
„Rebel Princess“ kam in all meinen Runden gut an. Es lockt durch die witzige Thematik und die schicken Illustrationen und überzeugt durch die Mechanik. Wer Stichspiele oder generell taktisch anspruchsvollere Kartenspiele mag, wird mit „Rebel Princess“ auf jeden Fall Spaß haben.
Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spiel gemacht
oder hast du noch Fragen zu diesem oder anderen Spielen?
Dann schaut doch auf unserem Discord-Server vorbei: https://discord.gg/DacwPAQJWs
Bilder zum Spiel
Das könnte Dich auch interessieren
........
Tags: Familienspiel, Stichspiel, 3-6 Personen





