Test | Lost Lights - Fazit + Wertung Tobias + Bilder vom Spiel
Was sofort auffällt, noch bevor wir Lost Lights öffnen, ist die besonders schöne Aufmachung des Spiels. Dieser Eindruck setzt sich auch deutlich fort, wenn wir den Karton öffnen und uns Anleitung, Karten, Spielbrett und Würfel anschauen. Das gesamte Material von Lost Lights lädt zum Träumen ein. Von einer magischen Welt, in der Tierwesen zaubern und kämpfen.
Leider müssen wir uns die Hintergründe und Geschichte von Amanaar auch selbst zusammenträumen, denn obwohl die Anleitung mit einem kurzen Absatz zum verlorenen Licht startet, wird diese Geschichte nie wieder aufgegriffen und uns hat sich nicht erschlossen, wie die vielen Duelle der Tiergruppen jetzt dazu beitragen soll, dass Amanaar seine magische Energie zurückgewinnen soll. Die Eingangsgeschichte bleibt so allenfalls beliebig und trägt das Spielgefühl nicht.

Was das Spielen durchaus erleichtert, sind die verständliche und übersichtliche Anleitung, sowie eine Spielübersicht auf der Rückseite eben dieser, die eigentlich alle Fragen beantwortet, die einem während einer Runde Lost Lights kommen könnten. Das Spiel ist so schnell auf den Tisch gebracht und erklärt. Lediglich eine Information hat uns in den Regeln gefehlt, hier ist nämlich nicht beschrieben, welche Person zuerst entscheidet, ob sie erneut würfeln möchte. Bei offenem Würfeln ist hier immer die Person deren Punkte hinten liegen dran. Die Frage aber: Darf die Andere dann auch noch nachziehen? Ab der dritten Runde haben wir hinter Sichtschirmen (z. B. Sky Team) gewürfelt. Das Abwägen und die Ungewissheit haben diesen Teil der Kämpfe nochmal deutlich aufgewertet und wir würden es nicht ohne empfehlen.
Allerdings hatten wir auch das Gefühl, dass erneut Würfeln eigentlich immer eine gute Wahl ist, wenn das eigene Ergebnis nicht den Vorstellungen entspricht. Eine Figur aus dem Vorrat dafür zu opfern, klingt erstmal sehr spannend, bei einer Kürze von teilweise nur vier Zügen pro Person fällt dieses Opfer aber gar nicht ins Gewicht. Viel zu selten haben wir alle Figuren auf das Feld bekommen und oft blieben zur Endwertung sogar Felder auf dem Plan leer. Lost Lights endet so leider oft, bevor sich ein Gefühl von Taktik einstellen kann.

Insgesamt blieb Lost Lights so hinter unseren Erwartungen zurück. Es reißt sehr viele Mechaniken an, keine von ihnen bietet aber ausreichend Stabilität für tiefgreifende Duelle, auch, da die Spielregeln keine Erweiterungen der Komplexität zulassen. Trotzdem muss gesagt sein, dass es kein Reinfall ist. Das Spiel punktet mit gut illustrierten und stabilen Karten, einer Handvoll wunderschöner Würfel und einem gut strukturierten Regelheft. Wir würden Lost Lights den Paaren oder Spiele-Duos empfehlen, die noch am Anfang des Hobbys stehen und Lust auf ein kurzes Spiel mit strategischen Elementen und einer direkten Konfrontation haben. Lost Lights lässt mich in unter 20 Minuten eine Handvoll Mechaniken erleben. Mit den Erfahrungen was hier gefallen hat und was nicht, kann dann die weitere Kollektion aufgebaut werden.

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