Test | Tea Time Crime
Graf Waldemar lädt zu seinem 80. Geburtstag und allerlei Prominenz wird erwartet. Doch in letzter Zeit gab es vermehrt Diebstähle und daher hat er eure Detektei beauftragt, für Sicherheit zu sorgen und alle Langfinger zu stellen.

Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Auf der Jagd nach den Langfingern
Alle erhalten ein eigenes Player Board, auf dem in fünf Reihen jeweils fünf Raumplättchen verdeckt ausliegen. Es wird abwechselnd gespielt und in einem Zug darf die aktive Person in „Kniffel“-Manier die fünf Würfel mit den Werte 1-5 sowie einem Joker bis zu drei Mal würfeln. Danach muss sie sich für eine der gewürfelten Zahlen entscheiden, wodurch die Reihe festgelegt wird. Die Anzahl der Würfel mit dieser Zahl gibt an, das wievielte Plättchen dieser Reihe aktiviert werden darf.

Zwei Dreien und zwei Joker erlauben so beispielsweise in der dritten Reihe, das vierte Plättchen aufzudecken, oder falls es bereits offen ist, an einen anderen bereits freien Ort zu verschieben. Dabei müssen alle gewürfelten Werte der gewählten Zahl verwendet werden, Joker sind optional. In dem Beispiel könnte das also auch das zweite oder dritte Plättchen bedeuten. Nicht verwendete Würfel dürfen die anderen Personen verwenden, um ein Plättchen aufzudecken oder zu verschieben.
Ein aufgedecktes Plättchen zeigt entweder einen Würfel mit einem Zahlenwert, dann darf dieses Plättchen hinter die entsprechende Zeile gelegt und später verwendet werden, um bei einem Würfelergebnis die Anzahl Würfel in dieser Zeile um eins zu erhöhen. In diesem Fall ist an dem Platz nun der auf dem Spielbrett aufgedruckte Raum sichtbar.
Oder es zeigt einen Dieb, bei dem Lichtkegel anzeigen, von wo dieser angestrahlt werden muss, um zum Spielende die aufgedruckten Siegpunkte zu erhalten.

Zuletzt gibt es noch Plättchen mit Detektiven, die mit Ihren Taschenlampen immer in verschiedene Richtungen strahlen und so platziert werden sollten, dass sie möglichst Diebe mit hohem Punktewert aus der richtigen Richtung anstrahlen. Räume frei von Dieben gelten auch als valides Ziel und sind zum Spielende ebenfalls Punkte wert, wenn sie angestrahlt werden.
Detektive werden nur gewertet, wenn beide Taschenlampen auf gültige Ziele leuchten, also aus der richtigen Richtung auf Diebe und nicht auf andere Detektive oder aus dem Spielrand raus.
Das Spiel endet, wenn eine Person alle fünf Detektive so platziert hat, das nur gültige Ziele angeleuchtet werden. Es werden die Punkte der angestrahlten Räume und Diebe gezählt und wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Unsere Aufgabe in „Tea Time Crime“ ist es, eine Auslage von Plättchen aufzudecken und möglichst optimal zu arrangieren. Das passt wunderbar in den großen Trend der Plättchen-Legespiele der letzten Jahre und dürfte daher einige direkt ansprechen. Unterstützt wird dies von einem an den Klassiker „Kniffel“ angelehnten Würfelmechanismus. Die Kombination dieser beiden Elemente ist im vorliegenden Fall aus unserer Sicht recht gut gelungen.

So bewegen wir unsere Detektive durch das Haus, stets auf der Suche nach den Langfingern. Das Thema wird durch das Anstrahlen mit Taschenlampen gut unterstützt und greifbar. Wer in die falsche Richtung leuchtet, kann natürlich nicht sehen, was vor sich geht und tappt sozusagen im Dunkeln.
Die Interaktion findet vor allem bei der Auswahl der Würfel statt, oder besser gesagt, bei der Überlegung, welche Würfel wir nicht den anderen überlassen wollen. Dies ist durchaus ein zentrales Element, vor allem da alle Informationen für alle sichtbar sind. Die Interaktion hätte für unseren Geschmack gerne noch etwas stärker ausfallen dürfen.

Beim Würfeln entscheidet natürlich auch das Glück über den Erfolg. Die aufgedeckten Zahlen-Plättchen helfen hier aber, dass dies nicht überhandnimmt und meist eine sinnvolle Aktion durchgeführt werden kann.
„Tea Time Crime“ ist ein ansprechendes Familienspiel, das für einen Zeitraum von etwa 30-45 Minuten durchaus zu unterhalten weiß. Es punktet mit einfachen Regeln, die in unter fünf Minuten erklärt sind. Die Wartezeit ist gering, da in jedem Zug alle aktiv werden, wodurch ein flüssiger Spielverlauf gegeben ist. Die Spieltiefe und der Wiederspielwert sind nicht besonders hoch, dafür ändert sich am Spielverlauf zu wenig. Dennoch reichen die positiven Punkte aus, dass das Spiel immer mal wieder auf den Tisch kommen kann.
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Bilder zum Spiel
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Tags: Puzzle, Familienspiel, 2-4 Personen





