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Test | Stationfall

Test | Stationfall - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

"Stationfall" ist ein Sandkasten, ein Spielplatz mit unzähligen Möglichkeiten – mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen. Die Freiheiten, die den Spielenden zur Verfügung stehen, sind auf dem ersten Blick sowohl faszinierend als auch überfordernd. Es gibt mindestens 12 Akteure mit verschiedenen Fähigkeiten, die kontrolliert werden können. Und das auf einem Spielplan mit einer Vielzahl von einzigartigen Räumen mit eigenen Aktionen, Dingen und Regeln. Die eigene Agenda kann somit auf sehr unterschiedlichen Wegen angegangen werden. Hast du eine Idee, wie du eine Herausforderung angehen möchtest, stehen die Chancen gut, dass du die Idee genau so in "Stationfall" umsetzen kannst.

 

Damit wir die vielen Möglichkeiten auch erkennen können, tritt die Optik in den Hintergrund. Die große Station lässt Details vermissen – die verschiedenen Bereiche sehen bis auf ihre Form identisch aus. Doch nur so können wir einen Überblick über die zahlreichen Elemente des Spiels behalten. Die Tischpräsenz ist keineswegs schlecht, doch die Illustration ist eher funktional. Ein Teil des Spielmaterials, das für mich nur mäßig befriedigend sind, sind ausgerechnet die Figuren der Akteure. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ein Symbol, das auch auf den Akteukarten abgebildet ist. Die Figuren wirken aber klein, sodass man oft länger suchen muss, bis man eine bestimmte Rolle findet, vor allem wenn sie noch nicht oder bisher kaum aktiviert wurde. Ich hätte hier gerne zumindest Porträts der Charaktere auf den Figuren gesehen.

 

stationfall test 07

 

Eine große Hürde, bevor man "Stationfall" spielen kann, ist das Regelwerk. Da es ein Spiel mit geheimen Identitäten ist, können Teile der Regeln nur schlecht während einer Partie erklärt werden. Jede Frage könnte verraten, welche Rolle jemand hat. Die Erklärung des Spiels ist zeitintensiv, da die Bereiche der Station und die vielen Rollen der Partie unterschiedliche Fähigkeiten haben, die aber alle für die eigene Strategie entscheidend sein kann. Die Spielanleitungen helfen hier leider nur wenig. Und ja, es sind mehrere Spielanleitungen. Es gibt die "Startanleitung", zwei identische Referenzhandbücher und eine Akteurfibel. Die Startanleitung führt eine Gruppe mit Probezügen in das Spiel ein. Das erfordert allerdings Zeit und zwingt eine Gruppe, vor dem eigentlichen Spiel eine sehr eingeschränkte, gescriptete Version zu spielen. Die Referenzhandbücher kann man noch am ehesten mit einer klassischen Spielanleitung vergleichen. Der Regeltext ist aber trocken und nutzt keine Bilder als Beispiele. Auch die Struktur der Handbücher ist nicht intuitiv, denn u.a. wird der Ablauf eines Zuges erst in der zweiten Hälfte erklärt. Hier wären (große) Spielerübersichten eine wertvolle Ergänzung gewesen.

 

"Stationfall" hat nahezu keine Zufalls-Faktoren und ist trotzdem ein großes Chaos. Es können und sollten zwar Strategien entwickelt werden, um die eigene Agenda zu erfüllen, doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch (besonders bei einer hohen Spieleranzahl), dass die anderen Spielenden diese Pläne schnell zunichte machen – und das ganz unbewusst und ohne die jeweils andere Identität zu kennen. Ironischerweise können sich Spielende trotz der vielen Möglichkeiten in "Stationfall" so fühlen, als hätten sie nicht genug Einfluss auf den Ausgang der Partie. Es scheint hier wichtig zu sein, die eigene Taktik ständig anzupassen und notfalls komplett umzuändern.

 

stationfall test 02

 

Trotz oder gerade aufgrund des Wahnsinns, der sich zwischen der Besatzung der dem Untergang geweihten Weltraumstation ausbreitet, ist "Stationfall" ein einzigartiges Spielerlebnis. Für mich könnten die vielen Elemente des Spiels geradliniger sein, um es zugänglicher zu machen, doch der Gewinn ist einerseits ein immenser Wiederspielwert durch die vielen Kombinationen von Rollen, und andererseits eine exotische Mischung aus Party-Spiel und Expertenspiel. Die Spielenden kreieren mit ihren Aktionen oft cinematische Momente, die alle am Tisch zum Lachen und zum Kopfschütteln bringen. Ich kann es kaum erwarten, mir das erneut anzutun.

 

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