Test | Yokohama
In der Meiji-Periode (um 1900) öffnete Japan sich der Welt für den Handel und das einstige Fischerdorf "Yokohama" entwickelte sich zu einem zentralen Handelsplatz für Güter wie Kupfer und Seide. Neue Technologien und Kultureinflüsse wurden aus dem Ausland übernommen. Ihr übernehmt eines der großen Handelshäuser und konkurriert um die besten Aufträge und begehrtesten Importgüter in dieser Zeit.
Das Spiel wurde gestellt, auf die Wertung hatte das keinen Einfluss.
Wo Moderne und Tradition aufeinandertreffen
Zum Spielaufbau werden in "Yokohama" Gebietstafeln pyramidenförmig ausgelegt. Alle erhalten einen Präsidenten-Meeple, eine Anzahl Assistenten und zwei Läden.
Es wird abwechselnd gespielt. Zu Beginn eines Zuges werden entweder drei Assistenten auf drei verschiedene Gebietstafeln gelegt oder zwei auf eine. Im Anschluss darf der Präsident beliebig weit bewegt werden entlang einer Route von Orten, auf denen sich eigene Assistenten befinden. Werden Assistenten in ein Gebiet gelegt, in dem sich ein anderer Präsident befindet, so kostet dies ein Silber, das an die entsprechende Person zu zahlen ist. Ebenfalls fallen Kosten an, wenn sich ein Präsident durch ein Gebiet mit einem fremden Präsidenten bewegt. Ein Gebiet, in dem bereits ein Präsident steht, darf nicht das Ziel eines anderen Präsidenten werden.

Nach der Bewegung wird die Aktion des erreichten Gebietes ausgeführt mit einer Stärke, die der Anzahl der Assistenten plus eins für den Präsidenten plus eins für ein eigenes Gebäude an dem Ort entspricht. So können beispielsweise in vielen Gebieten pro erreichter Stärke Ressourcen eines Typs gesammelt werden. In anderen Gebieten erhält die aktive Person einen Auftrag, der mit Ressourcen sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden kann und Siegpunkte einbringt. Es können Ressourcen getauscht, zusätzliche Assistenten bzw. Gebäude freigeschaltet und Technologiekarten erworben werden, die mächtige permanente Fähigkeiten erlauben.
Zwei besondere Gebiete sind das Zollamt und die Kirche. In diesen können Plätze durch die Abgabe von Ressourcen verstärkt werden, für die es sofort Siegpunkte und andere Belohnungen, sowie eine Mehrheitenwertung zum Spielende gibt.

Gebäude dürfen eingesetzt werden, sobald in einem Gebiet eine Aktion mit einer Stärke von mindestens vier ausgeführt wird. Beim späteren Aktivieren der Aktion dieses Gebiets, erhöht ein Gebäude die Aktion um eine Stärke. Die zwei Gebäudetypen Laden und die stärkeren Warenhäuser unterscheiden sich in den Freischaltkosten und den möglichen Boni beim Einsetzen.
Die erste Person, die in einem Gebiet eine Aktion mit der Stärke fünf ausführt, darf sich zusätzlich einen ausliegenden Bonus-Chip nehmen, der nicht nachgefüllt wird.

In "Yokohama" gibt es einen Set-Sammelmechanismus. Aufträge und Technologiekarten haben verschiedene Länderfahnen aufgedruckt. Ziel sind Sets verschiedener Nationalitäten. Sobald eine Person drei Karten eines Landes besitzt, erhält sie einen Auslandsvertreter. Dieser kann eingesetzt werden, um ein Gebiet ohne Präsidenten zu aktivieren.
Das Spiel endet, sobald eine Person alle Gebäude einer Art gebaut hat, die Auftragskarten nicht mehr gefüllt werden können oder entweder beim Zoll oder der Kirche eine gewisse Anzahl Assistenten liegen. Es findet eine Schlusswertung statt aus der Summe der Siegpunkte, die sich aus den erworbenen Karten ergeben sowie aus einer Mehrheitswertung der Kirche und des Zolls sowie weiterer Boni. Wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.
Bei der vorliegenden Version von "Yokohama" handelt es sich um eine Neuauflage des Spiels aus dem Jahr 2016. Spielerisch sind die beiden Versionen weitgehend identisch. Das Original befindet sich schon länger in unserem Besitz und wir spielen es immer wieder gerne.
Die neue Version bietet nun Double-Layer-Boards, ein Inlay, Meeple für die Assistenten statt Holzwürfelchen sowie neue Illustrationen. Weggefallen ist das Tableau zum Zählen der Siegpunkte, was nun auf den einzelnen Player-Boards direkt erfolgt.

Spielerisch gab es nicht wirklich Veränderungsbedarf, da das ursprüngliche Spiel bereits mit einem spannenden Spielmechanismus durchaus zu überzeugen wusste. Zugängliche Regeln, kurze Züge und dadurch geringe Wartezeiten, sowie ein spannendes Rennen um die Bonusplättchen und die besten Plätze im Zollamt und der Kirche ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Uns gefällt, dass stets alle Informationen allen zur Verfügung stehen und somit das spielerische Geschick im Vordergrund steht. Der Spielmechanismus wirkt elegant und es gibt verschiedene Strategien, die zum Erfolg führen können. Das Spielende kann überraschend ausgelöst werden, daher ist gutes Timing und das Beobachten, wie die anderen agieren, wichtig in „Yokohama“.

Glück spielt eine untergeordnete Rolle, vielmehr ist eine vorausschauende Planung erforderlich, wo die Assistenten hingesetzt werden, und abzuschätzen, welche Plätze die anderen wohl einnehmen werden.
Von unserer Seite gibt es eine klare Empfehlung für „Yokohama“ für beide Versionen. Die Änderungen zum ursprünglichen Spiel sind aus unserer Sicht nicht ausreichend, um sich das Spiel erneut zu kaufen. Wer sich aber das Spiel neu zulegen möchte, kann durchaus zu der neuen Version greifen oder lässt sich davon leiten, welcher Zeichenstil besser gefällt.

Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spiel gemacht
oder hast du noch Fragen zu diesem oder anderen Spielen?
Dann schaut doch auf unserem Discord-Server vorbei: https://discord.gg/DacwPAQJWs
Bilder des Spielmaterials





