Test | Meeresrauschen – Kartenwirbel unter Wasser
Ein buntes Treiben herrscht von der Meeresoberfläche bis in die Tiefsee. Neben winzigem Getier gibt es echte Giganten. Manche schnell, manche langsam, manche können sich tarnen, manche können an Land. Sammelt verschiedene Meerestiere und achtet auf ihre Attribute.

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Worum geht es in dem Spiel?
„Meeresrauschen“ ist ein einfaches Kartenspiel, bei dem es darum geht, neun verschiedene Meerestiere zu sammeln. Wer als erstes alle gesammelt hat, gewinnt das Spiel.
Zu Beginn bekommen alle Spieler drei Karten ausgeteilt. Diese teilen sich in Tierkarten und Aktionskarten. Tierkarten zeigen ein Tier und drei Attribute, wie etwa giftig, langsam, kann tiefer als 1000m tauchen und weitere.

In meinem Zug kann ich so viele Karten spielen, wie ich möchte. Spiele ich eine Tierkarte, kann ich von nun an links und rechts an meine Tierreihe weitere Tierkarten anlegen. Das neue Tier muss sich aber mindestens ein Attribut mit dem Nachbarn teilen.
Tierkarten, die ich nicht anlegen kann, kann ich auf einen von drei Ablagestapeln legen. Aber auch dort können nur Tiere übereinander gelegt werden, die sich ein Attribut teilen. Unnütze Tiere loszuwerden kann hilfreich sein, denn am Ende des Zuges wird immer auf eine volle Hand aufgezogen.

Aktionskarten sorgen für Interaktion. Ein Netz kann auf ein Tier einer anderen Person geworfen werden, um es zu blockieren. Mit der Schere kann es zerschnitten werden. Die Monsterwelle sorgt dafür, dass Karten bei anderen Personen geklaut werden können und ein Seesturm tauscht die eigenen Handkarten mit denen einer anderen Person.
Nun wird im Meer geplanscht, bis eine Person neun verschiedene Tiere vor sich liegen hat.
Ich war skeptisch, aber habe am ersten Tag gleich drei Partien gespielt und alle haben gelockt, es gleich nochmal zu probieren.
Es fängt ganz unschuldig an und wirkt erst einmal unspektakulär. Bis die erste Monsterwelle gespielt wird und das ganze Geschehen so einen Take-that-Charakter bekommt. Das Netz kann auch schon echt fies sein und eine Schere ist nicht immer parat. Solche Gemeinheiten können einen mal gut ein paar Züge zurückwerfen.

Da wird hier und da auch mal ein Blick auf die Auslage der nächsten Person geworfen, damit die nützlichen Karten in den drei Ablagestapeln verbuddelt werden können. Es ist kein stupides Karten-Aneinanderreihen, sondern fordert doch schon einige Entscheidungen.
Es ist eine schöne Mischung aus Belohnung, weil die eigene Reihe immer weiter aufgebaut wird, und Frust, weil es einem die anderen schwer machen. Hier gibt es echte Spannung. Es kann furchtbar schief gehen oder eine Aktionskarte dreht doch nochmal das Blatt.

Es kam leider auch zu Situationen, da war ein Netz so blockierend, dass es einfach nicht voranging und es kam und kam keine Schere. Drei Runden hintereinander einfach Pech haben und nichts tun fühlt sich nicht so toll an. Doch die Spieldauer ist zu kurz, um sich darüber aufzuregen.
Leider verliert es zu zweit auch an Dynamik. Wenn ich meine gemeinen Aktionskarten nur mechanisch auf eine Person abspiele, fehlt das Gefühl der Schadenfreude.
Empfehlen kann ich es allen, die das Thema anspricht, oder die auf der Suche nach einem leichten Kartenspiel sind, das nicht einfach aus bunten Zahlenkarten besteht.

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Bilder zum Spiel
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Tags: Familienspiel, Set sammeln, 2-5 Personen





