Test | STAR WARS: The Deckbuilding Game – Clone Wars Edition
Es war einmal, vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis … Krieg! Die Entdeckung der Droidenfabriken auf Geonosis und der plötzliche Einsatz der Klonarmee haben die Klonkriege ausgelöst. Die zahllosen Droiden-Legionen der Separatisten-Allianz haben sich als harter Gegner für die Jedi, die Hüter der Galaktischen Republik, erwiesen. Da das Schicksal der Republik auf dem Spiel steht, wartet die Galaxis gespannt auf den Ausgang und das schauen wir uns jetzt genauer an.

Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
So funktioniert das Spiel
"STAR WARS: The Deckbuilding Game - Clone Wars Edition" (im Folgenden nur "Clone Wars Edition" genannt) ist ein kompetitives Deckbauspiel für zwei Personen, in dessen Mittelpunkt der Konflikt zwischen der Republik und der Separatistenallianz steht. Die Regeln dieser Edition entsprechen weitgehend denen des Originalspiels. Nur die Regeln für das Verbannen wurden leicht verändert. Verbannte Karten werden auf den eigenen Verbannungsstapel gelegt und nicht auf einen gemeinsamen.

Das Galaxis-Deck in der "Clone Wars Edition" enthält 90 neue Karten: 30 für die Republik, 30 für die Separatisten und 30 neutrale Karten. Die Karten der Republik konzentrieren sich auf Synergien zwischen Jedi- und Truppler-Einheiten, während die Karten der Separatisten den Verbannen-Mechanismus nutzen, um eigene Karten zu verbannen, was eine wichtige Strategie der Separatisten ist. Zu den neutralen Karten gehören Schurken, Kopfgeldjäger und Attentäter, die verschiedene Boni bieten. Ikonische Charaktere wie Obi Wan Kenobi, General Grievious, Jango Fett und Jar Jar Binks sind ebenfalls enthalten. 20 Stützpunktkarten, 10 Outer-Rim-Pilotenkarten, zwei Übersichtskarten, eine Machtleiste, 71 Marker und eine Spielanleitung runden den Inhalt ab.
Wie in der Originalausgabe beginnen wir das Spiel mit einem Startdeck von 10 Karten. Auf Seiten der Republik beginnen wir mit zwei Klontrupplern, sieben Raumfähren der Republik und einem Jedi-Ritter. Auf Seiten der Separatisten finden wir zwei B1-Kampfdroiden, sieben Raumfähren und einen Anhänger der dunklen Seite. Die Effekte und Fähigkeiten dieser Starterdecks entsprechen grundsätzlich denen der Originalausgabe.

Jede Fraktion wählt drei der insgesamt zehn Stützpunkte aus. Für ein längeres Spiel dürfen auch mehr gewählt werden. Die 90 Galaxiekarten werden gemischt und sechs davon offen ausgelegt. Dazu kommen die 10 Outer-Rim-Pilotenkarten und die Machtleiste. Damit ist die Galaxis-Auslage komplett. Beide Personen ziehen noch fünf Karten vom Fraktionsdeck und los geht's.
Die Starter-Decks sind nicht gerade sehr stark. Sie generieren hauptsächlich Ressourcen. Mit diesen Ressourcen kaufen wir zu Beginn neue Karten für unser Deck. Ist unser Nachziehstapel leer, wird der Ablagestapel gemischt und so gelangen gekaufte Karten auf die Hand. Unser Deck wird stärker, sodass wir in den nächsten Runden noch mehr Ressourcen generieren und stärkere Angriffe durchführen können.
Die Karten haben unterschiedliche Werte für Kaufkosten, Angriff, Ressourcen, Macht, Sondereffekte, Zielwert und Belohnung. Außerdem haben Stützpunkte und Grosskampfschiffe Trefferpunkte.

Sind wir am Zug, spielen wir unsere Handkarten aus. Dadurch bieten sich je nach Karte mehrere Optionen wie "Kaufe eine Karte", "Verwende eine Kartenfähigkeit" und "Handle einen Angriff ab". Mit den generierten Ressourcen kaufen wir Karten aus der Galaxis-Auslage. Wir handeln die Kartenfähigkeit ab und drehen sie um 90°, um anzuzeigen, dass sie bereits verwendet wurde. Der Angriffswert lässt uns den gegnerischen Stützpunkt, Grosskampfschiffe und gegnerische Karten aus der Galaxis-Auslage angreifen. Besitzt eine Karte Macht, wird der Machtleistenmarker entsprechend in Richtung zu der Fraktion verschoben.
Abwechselnd wird so lange gespielt, bis ein Spieler drei gegnerische Stützpunkte zerstört und damit gewonnen hat. Das Spiel endet sofort, wenn der dritte Stützpunkt einer Fraktion zerstört wird.
Dass es eine Erweiterung geben wird, war mir beim Spielen des Originals schon klar. Dass es dann eine eigenständige Version wurde, hat mich überrascht. Positiv überrascht, denn neben bekannten Charakteren mit ihren individuellen Fähigkeiten fordern uns neue Mechanismen heraus, das Schicksal der Galaxie zu beeinflussen. Kenner des Vorgängers können direkt ohne Regelstudium durchstarten. Doch die beiden neuen Fraktionen nutzen andere Effekte. Wie die Synergien funktionieren, ist die Herausforderung des Familienspiels.

Der Illustrationsstil ist klasse und sehr homogen. Viele bekannte Charaktere fügen sich nicht nur optisch ins Gesamtbild ein. Sie haben auch individuelle Fähigkeiten, die gut zu ihrer Persönlichkeit passen. Die Symbolsprache ist, wie vom Original gewohnt, klar und leicht verständlich.
Das Spiel ist sehr thematisch und bietet den Spielenden interessante und sinnvolle Entscheidungen. Was mir sehr gut gefällt, ist das schnelle Spieltempo. Der Spielablauf ist sehr einfach und vermeidet überladene Schlüsselwörter und andere komplizierte Spieleffekte. Sobald ein paar Runden gespielt sind, wird der Ablauf noch flüssiger. Fröhlich werden gegnerische Kampfschiffe zerstört und die Galaxis-Auslage geplündert.

Wobei diese einen schon zur Verzweiflung treiben kann. Aber hört euch doch mal diesen Podcast (https://brettspiel-news.de/index.php/brettspiel-podcast/10816-327-bsn-spielt-45-star-wars-the-deckbuilding-game-eine-spannende-neuheit) an. Vielleicht ist der Vorschlag für die Galaxis-Auslage auch eine alternative Lösung für euch. Ansonsten hätte ich mir gerade hier eine offizielle Änderung gewünscht. Wobei, die gibt es ja - zumindest bekommen wir über die Separatisten-Karte STAP Macht, wenn die Mehrheit der Galaxis-Auslage Republik-Karten sind.
Das 16-seitige Regelheft ist gut geschrieben, verständlich und mit vielen Beispielen versehen. Außerdem werden weitere Regeln, Spielvarianten für Profis und optionale Regeln vorgestellt. Roger Roger!
Die Spielschachtel ist stabil, auf das nötige Maß reduziert und damit ideal zum Mitnehmen. Die Kunstoffeinlage sorgt dafür, dass nichts verrutscht und auch gesleevte Karten finden ausreichend Platz. Was mich am Material stört, sind die pinken und gelben Würfel. Hier hätte ich mir verstellbare Counter gewünscht.

Eine Partie dauert ca. 30 Minuten. Die Spielzeit verlängert sich, je mehr Stützpunkte im Spiel sind. Uns hat es besser gefallen, mit mehr als drei Stützpunkten zu spielen. Denn je länger das Spiel dauert, desto wichtiger wird der Faktor Deckbuilding. Außerdem lassen sich die Stützpunkte je nach Spielverlauf und Strategie besser einsetzen.
Beide Versionen haben ihre Berechtigung. Mir gefällt die "Clone Wars Edition" etwas besser. Diese Version ist nicht nur "more of the same", sondern kommt mit neuen, ausbalancierten Mechaniken daher. Wer Star Wars Fan ist und wem "Star Wars: Unlimited" zu komplex ist, findet hier eine gute und preiswerte Alternative. Ich freue mich schon auf die nächste Edition.
Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spiel gemacht oder hast du noch Fragen zu diesem oder anderen Spielen? Dann schaut doch auf unserem Discord-Server vorbei: https://discord.gg/DacwPAQJWs

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Bilder zum Spiel
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Tags: Deckbauspiel, Bagbuilder, 2 Personen







