Fehler

Passed variable is not an array or object

Test | Onirim

Test | Onirim

"Onirim" ist eines der frühen für eine Person konzipierten Spiele und erhielt 2014 eine Neuauflage. Welche Neuerungen das von Shadi Torbey entwickelte Spiel mit sich bringt und worum es im Kern bei „Onirim“ geht, erfahrt ihr hier.

 

 

info

Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!

 

 

Darum geht es

Der Spielaufbau besteht im Mischen sämtlicher 76 im Grundspiel befindlichen Karten und dem Bilden eines einzigen Nachziehstapels. Sobald 5 Hand-Startkarten gezogen wurden, kann es auch schon losgehen.

Die Aufgabe besteht darin, Ortskarten in vier verschiedenen Farben und den Symbolen Sonne, Mond und Schlüssel abwechselnd auszuspielen. Diese Kartenreihe ist gleichzeitig das Traumlabyrinth, dem es zu entkommen gilt. Dies gelingt, wenn die insgesamt 8 Pforten in den vier verschiedenen Farben gefunden und aufgedeckt sind, bevor der Nachzugstapel ausgeht.

 

onirim test 03

 

Durch die 10 Alptraumkarten, die im Nachzugstapel enthalten sind, wird dies erheblich erschwert. Sie sorgen nämlich dafür, dass sich bereits geöffnete Pforten wieder schließen oder Karten angeworfen werden müssen und so das Spielende deutlich schneller näher rückt.

Die Neuauflage von 2014 liefert insgesamt 8 Erweiterungen und einen 2-Personen-Team Modus. Höchst erfreulich: Alles kann mit allem kombiniert werden.

 

Das Spiel

Ein Zug besteht darin, eine Ortskarte auszuspielen und in der Labyrinth-Reihe zu ergänzen. Anschließend wird eine Handkarte nachgezogen.

Zu Spielbeginn wird frei entschieden, mit welcher Ortskarte das Labyrinth beginnt, danach muss beim Ausspielen jeder weiteren Ortskarte das vorhergehende Symbol beachtet werden. Die neu gespielte Karte muss stets ein anderes Symbol tragen, als die vorhergehende Karte, dabei spielt die Farbe keine Rolle.

Kann oder will man keine Ortskarte anlegen, darf eine Handkarte abgelegt werden - diese ist für das restliche Spiel dann leider unwiederbringlich weg.

Auf diese Weise wird versucht, drei Ortskarten gleicher Farbe hintereinander ins Labyrinth zu legen, denn dann darf sofort eine der 8 zu öffnenden Pforten aus dem Nachzugstapel herausgesucht und offen ausgelegt werden.

Ortskarten mit Schlüsselsymbolen sollten nach Möglichkeit so lang wie möglich auf der Hand behalten werden, denn nur mit ihnen kann man sich gegen die Alptraumkarten wehren.

Außerdem erlauben es diese Schlüsselkarten, eine gezogene Pforte sofort zu öffnen. Und zu guter Letzt können die Schlüsselkarten auch abgelegt werden, um eine Prophezeiung auszulösen, d.h. die obersten 5 Karten vom Nachzugstapel dürfen angesehen werden. Genau eine Karte muss dann abgelegt werden, die restlichen dürfen in beliebiger Reihenfolge auf und auch unter den Nachzugstapel gelegt werden.

Auch hier können die Alptraumkarten einen Strich durch die Rechnung machen, wenn keine Schlüsselkarte auf der Hand ist.

Immer wenn Traumkarten während des Spiels auf die Ablage wandern, legt man diese in einen sog. Limbus, von dort aus werden sie nach dem Spielzug wieder ins Deck gemischt.

 

onirim test 06

 

Die Erweiterungen

Manche werden das Spiel eventuell schon kennen und sich mehr für den Inhalt der Erweiterungen interessieren. Also folgt nun ein Überblick über sämtliche Erweiterungen, die mit dieser Box sind.

Das 2-Personen Spiel folgt den Regeln des Grundspiels, jedoch verfügen alle nur über drei eigene Handkarten. Zwei offen ausliegende Handkarten sind stets Teil der Kartenhand des aktiven Spielers oder der aktiven Spielerin, um sämtliche Regeln des Grundspiels normal anwenden zu können. Außerdem müssen alle je eine Tür jeder Farbe entdecken und erst wenn sämtliche Türen gemeinsam gefunden wurden ist das Spiel gewonnen.

„Das Buch der verlorenen Schritte“ erlaubt es, Karten aus der Ablage aus dem Spiel zu nehmen, um sog. „Zauberspruch“ Aktionen zu wirken. Allerdings müssen die Pforten nun in einer vorgegebenen Reihenfolge entdeckt werden.

„Die Glyphen“ stellen weitere Ortskarten dar, die in die Labyrinth-Reihe gelegt werden dürfen, was das Spiel einfacher macht. Gleichzeitig müssen nun jedoch die Pforten in einer bestimmten Reihenfolge entdeckt werden.

„Die Traumfänger“ ist eine der komplexeren Erweiterungen. Sie verringert das Glücksmoment im Spiel, da Traumkarten (also alles außer Ortskarten) auf die vier von Beginn an offen ausliegenden Traumfängerkarten gelegt werden müssen. So lässt sich besser abschätzen, was sich noch im Deck befindet: Allerdings müssen nun neben den Pforten auch noch vier verlorene Träume entdeckt werden. Die Traumfänger können zudem überladen und entleert werden. Im ersteren Fall verliert man einen Traumfänger, ist dies der letzte gewesen, verliert man ebenfalls das Spiel.

„Die Türme“ fügt 12 Turm-Ortskarten hinzu. Diese werden ähnlich wie normale Ortskarten in einer eigenen Turmreihe, also nicht im Labyrinth angelegt. Vier verschiedenfarbige Türme müssen nebeneinander liegen, um zu gewinnen. Allerdings dürfen auch Türme abgelegt werden, um die obersten vier Karten des Decks anzusehen und in beliebiger Reihenfolge wieder oben darauf zu legen.

Werden Alpträume abgewehrt, muss auch leider immer einen Turm abgelegt werden.

„Schöne Träume und dunkle Vorahnungen“ löst negative Effekte aus, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt wurden. In jeder Partie liegen zufällig vier von acht dunklen Vorahnungen aus, außerdem befinden sich im Deck vier schöne Träume, mit denen dagegengewirkt werden kann und die ähnlich wie die Schlüsselkarten funktionieren.

„Kreuzungen und Sackgassen“ bringt sechs Kreuzungen ins Deck, die hinsichtlich der Farbe als Joker gelten. Joker mit Schlüsselsymbol können außerdem jede beliebige Pforte öffnen, wenn diese gezogen wird. Die 10 Sackgassenkarten, die nun gezogen werden können, können nicht normal ausgespielt werden. Nur wenn alle Handkarten abgelegt werden müssen durch einen Alptraum oder die neue Aktion „Flüchten“, wird man diese Sackgassen los.

„Die Pforte zum Oniversum“ bringt eine weitere zu öffnende Joker-Pforte ins Spiel, die zum Spielschluss mit ausliegen muss. Außerdem können beim Ziehen 8 von 16 Bewohnerkarten gefunden und sofort ausgespielt werden, wenn man eine Ortskarte ablegt. Diese bieten im weiteren Spielverlauf Einmalaktionen an, um den Nachziehstapel zu manipulieren.

„Der kleine Inkubus“ liegt dem Spiel als Figur bei und kann genutzt werden, um das Spiel wahlweise einfacher oder schwieriger zu machen. Er greift nur geringfügig ins Grundprinzip ein, eignet sich aber ideal, um das Spiel an die eigene momentane Frust-Toleranz anzupassen.


Wir kennen inzwischen viele Spiele, die neben ihrer Möglichkeit, in verschieden starken Besetzungen gespielt zu werden, auch einen Solitärmodus anbieten. Herausstechend sind jedoch auch heute noch Spiele, die von Verlagen ins Programm genommen werden und ausschließlich für eine Person konzipiert sind.

„Onirim“, welches erstmals im Jahre 2010 erschienen ist und wir euch heute in der Neuauflage von 2014 vorstellen wollen, gehört hier sicher zu den Pionieren und gleichzeitig bekannteren Solo-Spielen.

 

onirim test 12

 

"Onirim" beschäftigt mich bereits über 10 Jahre intensiv und fasziniert mich auch heute noch mit seinem spannenden Thema Traumreisen. Ich packe es immer wieder gern auf den Tisch. Manchmal spiele ich einfach nur so eine Partie des Grundspiels, um mein Glück mal wieder herauszufordern. Denn ja, der Faktor Glück wiegt in „Onirim“ durchaus schwer.

Gelegentlich dürstet es mich jedoch auch danach, das Spiel komplett neu zu erleben und ich nehme mir genau eine der vorhandenen Erweiterungen hinzu.

Jede Erweiterung verlangt mir stets eine komplett neue Herangehensweise ab und oft sind die eingeübten Strategien nicht mehr wirksam, sodass ich wieder experimentieren muss.

Dieser Aspekt, wie auch die Lernkurve, die mit jeder neuen Spielvariante einhergeht, haben in mir eine große Liebe zu „Onirim“ geweckt und ich werde es nicht müde, dieses Spiel in Gesprächen über Solitärspiele zu erwähnen.

Gleichwohl sollte die Zielgruppe Push-your-Luck Spiele mögen, denn ich kann noch so weise meine Schlüssel eingesetzt und noch so viele Alpträume abgewehrt haben: Wenn die Reihenfolge der Karten in der Endphase eines knappen Spiels gegen mich ist und ich all mein Pulver verschossen habe, werde ich ganz einfach verlieren, ohne dies weiter beeinflussen zu können.

Genau hier haken die Erweiterungen ein. Sie verkomplizieren das Spiel nicht, sie variieren es, besonders für diejenigen, die ihrem persönlichen Glück nicht als Endgegner gegenüberstehen wollen.

 

onirim test 08

 

Hier kann ich euch besonders die Module „Pforte zum Oniversum“ und „Der kleine Inkubus“ empfehlen. Zwei tolle Erweiterungen für Einsteiger, die das Spiel außerdem noch etwas thematischer machen. Beide gefielen mir persönlich außerordentlich gut, obwohl es mir mit diesen beiden als geübter Spieler etwas zu einfach ist.

„Schöne Träume und dunkle Vorahnungen“ sowie „Die Türme“ waren bereits Teil der kleinen Steelbook Edition und ich habe sie am häufigsten gespielt.

Jede Erweiterung für sich verändert das Grundspiel nicht zu stark, aber doch genug, um euch vor weitere knifflige Entscheidungen zu stellen, die darüber hinaus auch den Faktor Glück etwas minimieren. Insgesamt ist „Onirim“ ein rundum gelungenes Solitär-Kartenspiel, das ich sowohl Gelegenheits- wie auch Vielspielern und -spielerinnen empfehlen kann. Einzig die Notwendigkeit das Deck ständig neu mischen zu müssen könnte euch auf Dauer stören. Davon jedoch einmal abgesehen: probiert es unbedingt einmal aus!

 

wertung 

Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spiel gemacht
oder hast du noch Fragen zu diesem oder anderen Spielen?


Dann schaut doch auf unserem Discord-Server vorbei: https://discord.gg/DacwPAQJWs

 

 

Das Spiel bei Fantasywelt kaufen oder vorbestellen

 

Das Spiel bei Spiele-Offensive kaufen oder vorbestellen

 

Bilder zum Spiel

Das könnte Dich auch interessieren

........

Tags: Solospiel, Handmanagement, push your luck

unser wertungssystem

unterstütze uns

Die hier verwendeten Links zu Shops (FantasyWelt.de, Spiele-Offensive.de oder Milan-Spiele.de) generieren Umsatz für BSN,
mit dem laufende Kosten finanziert werden.

Brettspiel-News.de ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramm, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde,
mittels dessen durch die Platzierung von Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.