Test | Beyond the Horizon
Vom Rad bis zum Computer, von der Schrift bis zum Internet – in „Beyond the Horizon“ bestimmst du die Entwicklung einer Zivilisation. Erforsche Technologien, errichte Siedlungen und treffe einflussreiche Personen der Geschichte. Benutze deinen Fortschritt, um dich in der Welt auszubreiten und deine Wirtschaft anzutreiben, bis du die Konkurrenz in der Vergangenheit zurücklässt.

Das Spiel wurde gekauft. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Die Punkte fallen nicht weit vom Technologiebaum
„Beyond the Horizon“ ist ein Worker-Placement-Spiel, das unter anderem von Dennis K. Chan, dem Designer von „Beyond the Sun“, entwickelt wurde. Wie auch in seinem vorherigen Spiel steht hier ein Technologie-Baum im Zentrum. Dein Zug besteht daraus, dass du eine Basis-Aktion oder eine Aktion auf einer deiner erforschten Technologien ausführst. Je mehr du erforschst, desto zahlreicher werden deine Möglichkeiten. Je höher die Technologie, desto effizientere und größere Aktionen kannst du nutzen. Dabei ist die Kombination der Technologien von Partie zu Partie unterschiedlich.

Ziel des Spiels ist es, die meisten Punkte zu ergattern, und es gibt viele Wege, um an diese zu kommen. Zu Beginn des Spiels werden zufällig drei Zielkarten aufgedeckt. Wer sie zuerst erfüllt, erhält die größere Punktzahl, alle danach die niedrigere. Wurden die Ziele insgesamt vier Mal erfüllt, wird das Ende des Spiels eingeläutet.
Neben dem Technologie-Plan gibt es einen weiteren Spielplan: eine Karte mit möglichen Siedlungen und Städten, gebildet aus sechseckigen Territorien-Plättchen. Hier setzt du Siedler ein, um neue Territorien zu erkunden und Siedlungen zu errichten, oder nutzt Soldaten, um bereits gebaute Siedlungen zu Städten auszubauen. Sowohl Siedlungen als auch Städte setzen eine bestimmte Stärke deiner Bevölkerung voraus, um errichtet/befestigt zu werden – sie wird über Plättchen auf deinen Figuren angezeigt und kann über verschiedene Aktionen erhöht, aber auch gesenkt werden. Zur Belohnung erhältst du nicht nur Punkte, sondern erhältst auch einen Fortschritt auf einer von drei Leisten deines Spielertableaus: Nahrung, Ökonomie oder Infrastruktur.

Verbesserst du deine Nahrungs-Leiste, erhältst du mehr Bevölkerungs-Figuren, die du als Gelehrte auf dem Technologie-Plan oder als Siedler oder Soldaten auf der Karte einsetzen kannst. Die Ökonomie-Leiste bestimmt, wie viele Münzen du am Ende deines Zuges erhalten kannst. Münzen benötigst du für viele Aktionen im Spiel. Über die letzte Leiste, die Infrastruktur, kannst du Fähigkeiten deiner Regierung freischalten. Du hast eine von acht verschiedenen Regierungskarten, startest jedoch zunächst nur mit einem von vier Effekten. Die letzte Fähigkeit eröffnet dir immer eine weitere Möglichkeit, zu punkten.
In dem Rennen zu den hohen Technologien wirst du deinen Fortschritt balancieren, wirst Bauwerke errichten oder fremde Bauwerke ausnutzen und wirst Anführern der Weltgeschichte begegnen, die dir für kurze Zeit zur Seite stehen.
Keine Partie von “Beyond the Horizon“ ist wie die andere. Dafür sorgen die vielen Technologien, die in verschiedener Kombination und Reihenfolge ins Spiel kommen. Es gibt deutlich mehr dieser Karten als Plätze auf dem Spielbrett. Ähnliches gilt für die Anführer-Karten, von denen in jedem Durchgang nur ein Teil verwendet wird. Zusammen mit den zufälligen Territorien-Plättchen und Zielkarten garantiert das Spiel somit einen immensen Wiederspielwert.

Auch die Regierungs-Karten, die den Spielenden asymmetrische Fähigkeiten verleihen, laden dazu ein, alle mindestens einmal auszuprobieren. Das bedeutet leider nicht, dass sich alle Regierungen sehr unterschiedlich spielen. Sie belohnen zwar verschiedene Aspekte des Spiels, wie die Errichtung von Siedlungen und die Befestigung von Städten, es wäre aber fatal, wenn man dafür die Erforschung von Technologien vernachlässigt. Es ist kein Zufall, dass der Technologie-Baum einen Großteil der Spielfläche einnimmt. Meist ist die beste verfügbare Aktion, mit einem Gelehrten eine neue Technologie freizuschalten. Hier erhältst du Siegpunkte, Ressourcen und neue effiziente Aktionen in einem Paket. Alle anderen Elemente des Spiels stehen im Hintergrund. Wer bei den Technologien einen Vorsprung hat, droht mit dem Sieg davonzulaufen, noch bevor die ersten Zielkarten erfüllt sind.

Die Spielenden können miteinander interagieren, indem sie sich gegenseitig Aktionsfelder der Technologien blockieren oder indem sie sich auf der Karte Siedlungen und Städte „wegnehmen“. Selbst mit einer vollen Personenzahl von vier ist es jedoch einfach möglich, sich aus dem Weg zu gehen, da beide Spielpläne so groß sind. Das ist auch buchstäblich gemeint: Der Technologie-Plan, die sich ausbreitende Karte und die Spielertableaus nehmen so viel Platz ein wie nur wenige andere Spiele.
Für ein Spiel dieser Größe ist es beachtlich, wie kurz das Regelheft ist. „Beyond the Horizon“ lässt sich einigermaßen schnell erklären. Zu Beginn steht nur ein kleiner, übersichtlicher Teil der Aktionen zur Verfügung. Dann entfaltet das Spiel schrittweise seinen großen Möglichkeitsraum. Gegen Ende bedeutet das jedoch auch, dass Entscheidungen mehr Zeit einnehmen. Die Wartezeit zwischen den eigenen Zügen kann oft lang sein.

Wer vom Zivilisations-Thema noch nicht genug hat oder sich sogar davon angesprochen fühlt, der findet in „Beyond the Horizon“ ein Spiel mit vielen bedeutsamen Entscheidungen und einer spannenden Eskalation, wenn auch mit wenig Interaktion und einer ausbaufähigen Asymmetrie.

Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spiel gemacht
oder hast du noch Fragen zu diesem oder anderen Spielen?
Dann schaut doch auf unserem Discord-Server vorbei: https://discord.gg/DacwPAQJWs
Bilder zum Spiel
Das könnte Dich auch interessieren
........
Tags: Zivilisation, Workerplacement, 2-4 Personen, Spiel25





