Test | Beyond the Horizon - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel
Keine Partie von “Beyond the Horizon“ ist wie die andere. Dafür sorgen die vielen Technologien, die in verschiedener Kombination und Reihenfolge ins Spiel kommen. Es gibt deutlich mehr dieser Karten als Plätze auf dem Spielbrett. Ähnliches gilt für die Anführer-Karten, von denen in jedem Durchgang nur ein Teil verwendet wird. Zusammen mit den zufälligen Territorien-Plättchen und Zielkarten garantiert das Spiel somit einen immensen Wiederspielwert.

Auch die Regierungs-Karten, die den Spielenden asymmetrische Fähigkeiten verleihen, laden dazu ein, alle mindestens einmal auszuprobieren. Das bedeutet leider nicht, dass sich alle Regierungen sehr unterschiedlich spielen. Sie belohnen zwar verschiedene Aspekte des Spiels, wie die Errichtung von Siedlungen und die Befestigung von Städten, es wäre aber fatal, wenn man dafür die Erforschung von Technologien vernachlässigt. Es ist kein Zufall, dass der Technologie-Baum einen Großteil der Spielfläche einnimmt. Meist ist die beste verfügbare Aktion, mit einem Gelehrten eine neue Technologie freizuschalten. Hier erhältst du Siegpunkte, Ressourcen und neue effiziente Aktionen in einem Paket. Alle anderen Elemente des Spiels stehen im Hintergrund. Wer bei den Technologien einen Vorsprung hat, droht mit dem Sieg davonzulaufen, noch bevor die ersten Zielkarten erfüllt sind.

Die Spielenden können miteinander interagieren, indem sie sich gegenseitig Aktionsfelder der Technologien blockieren oder indem sie sich auf der Karte Siedlungen und Städte „wegnehmen“. Selbst mit einer vollen Personenzahl von vier ist es jedoch einfach möglich, sich aus dem Weg zu gehen, da beide Spielpläne so groß sind. Das ist auch buchstäblich gemeint: Der Technologie-Plan, die sich ausbreitende Karte und die Spielertableaus nehmen so viel Platz ein wie nur wenige andere Spiele.
Für ein Spiel dieser Größe ist es beachtlich, wie kurz das Regelheft ist. „Beyond the Horizon“ lässt sich einigermaßen schnell erklären. Zu Beginn steht nur ein kleiner, übersichtlicher Teil der Aktionen zur Verfügung. Dann entfaltet das Spiel schrittweise seinen großen Möglichkeitsraum. Gegen Ende bedeutet das jedoch auch, dass Entscheidungen mehr Zeit einnehmen. Die Wartezeit zwischen den eigenen Zügen kann oft lang sein.

Wer vom Zivilisations-Thema noch nicht genug hat oder sich sogar davon angesprochen fühlt, der findet in „Beyond the Horizon“ ein Spiel mit vielen bedeutsamen Entscheidungen und einer spannenden Eskalation, wenn auch mit wenig Interaktion und einer ausbaufähigen Asymmetrie.

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Tags: Zivilisation, Workerplacement, 2-4 Personen, Spiel25




