Test | Abgestaubt! – und voll verfusselt!
Anders als in meiner Wohnung möchte ich hier eine Menge Fussel haben. Ich giere regelrecht nach ihnen und möchte sogar die meiner Mitspieler stibitzen. Doch Gier lockt einen schnell in einen Wahn, in dem man bereit ist, alles aufs Spiel zu setzen, nur um noch mehr zu bekommen. Mehr Fussel!

Das Spiel wurde gekauft. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Worum geht es in dem Spiel?
„Abgestaubt“ ist ein einfaches Push-Your-Luck-Kartenspiel, bei dem es darum geht, am meisten Punkte mit gesammelten Karten zu machen.
Es gibt Zahlenkarten mit den Werten eins bis zehn in verschiedenen Häufigkeiten. Die Karten Eins bis Fünf sind öfter enthalten als Sechs bis Zehn. Jede Karte gibt auch entsprechend viele Punkte.

Alle Karten werden zu einem großen Haufen zusammengemischt. So, wie Kinder Karten mischen. Alles liegt verdeckt, aber durcheinander auf dem Tisch.
Wer dran ist, zieht eine Karte und kann nun entscheiden, alle ausliegenden Karten der anderen Personen mit dem gleichen Wert abzustauben, also zu klauen. Sobald drei Karten vor einem liegen, wird es gefährlich. Wird dann eine Karte gezogen mit einer Zahl, die sich schon in der eigenen Auslage befindet, geht alles zurück in die Schachtel.

Zu Beginn des eigenen Zuges werden alle Karten, die noch vor einem liegen, auf einen sicheren Punktestapel abgelegt. Sind alle Karten aufgebraucht, endet das Spiel und wer die meisten Punkte im Punktestapel hat, gewinnt.
Es ist ein Push-Your-Luck-Spiel, wie es puristischer kaum sein könnte. Die einzige Entscheidung in dem Spiel ist: Möchte ich noch eine Karte?
Ich muss zugeben, dass die Art, den Kartenstapel zu mischen, dem Spiel richtig gut tut. Würde ich einfach eine Karte von einem Stapel ziehen, hätte es nicht den gleichen Effekt wie, mit seiner Hand über dem Kartenberg zu kreisen und wie die Kralle bei einem Greifautomaten zuzuschnappen.

Viel überlegt werden muss hier nicht. Eher geht es um Bauchentscheidungen, die Spannung, daneben treten zu können, und die Schadenfreude, den anderen am Tisch alles abzuknöpfen. Es fühlt sich stellenweise an wie eine kleine Rangelei um die hochwertigen Karten.
Gerade in den letzten Zügen, wenn sich der Kartenstapel dem Ende neigt, kommt es oft zu solchen „Alles-oder-nichts“-Momenten, bei denen voller Hoffnung eine Karte nach der anderen aufgedeckt wird, um mit sehr viel Glück noch einmal das Ruder herumzureißen.
Manchmal ist die vierte Karte im eigenen Zug auch schon das Aus und man geht leer aus. Das ist bei der Kürze der Spieldauer aber kaum tragisch. Es fühlt sich nicht so schlimm an, weil die Züge einfach rapide um den Tisch kreisen und es nicht lange dauert, bis der nächste Versuch ansteht.

Zu zweit ist es etwas witzlos und es gewinnt mit jeder weiteren Person an Reiz dazu. Es braucht einfach ein paar Optionen, um Karten abzustauben, die dann nur mehr bieten.
Ich hatte viel Spaß mit „Abgestaubt“ und kann es allen empfehlen, die nicht grübeln wollen, sondern einfach das schnelle Vergnügen suchen. Ein perfektes Spiel, um Nichtspieler an den Tisch zu bekommen, und sicher auch für Festivalbesuche hervorragend geeignet. Hirn aus, Karte ziehen, Spaß!

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Bilder zum Spiel
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