Test | Abgestaubt! – und voll verfusselt! - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel
Es ist ein Push-Your-Luck-Spiel, wie es puristischer kaum sein könnte. Die einzige Entscheidung in dem Spiel ist: Möchte ich noch eine Karte?
Ich muss zugeben, dass die Art, den Kartenstapel zu mischen, dem Spiel richtig gut tut. Würde ich einfach eine Karte von einem Stapel ziehen, hätte es nicht den gleichen Effekt wie, mit seiner Hand über dem Kartenberg zu kreisen und wie die Kralle bei einem Greifautomaten zuzuschnappen.

Viel überlegt werden muss hier nicht. Eher geht es um Bauchentscheidungen, die Spannung, daneben treten zu können, und die Schadenfreude, den anderen am Tisch alles abzuknöpfen. Es fühlt sich stellenweise an wie eine kleine Rangelei um die hochwertigen Karten.
Gerade in den letzten Zügen, wenn sich der Kartenstapel dem Ende neigt, kommt es oft zu solchen „Alles-oder-nichts“-Momenten, bei denen voller Hoffnung eine Karte nach der anderen aufgedeckt wird, um mit sehr viel Glück noch einmal das Ruder herumzureißen.
Manchmal ist die vierte Karte im eigenen Zug auch schon das Aus und man geht leer aus. Das ist bei der Kürze der Spieldauer aber kaum tragisch. Es fühlt sich nicht so schlimm an, weil die Züge einfach rapide um den Tisch kreisen und es nicht lange dauert, bis der nächste Versuch ansteht.

Zu zweit ist es etwas witzlos und es gewinnt mit jeder weiteren Person an Reiz dazu. Es braucht einfach ein paar Optionen, um Karten abzustauben, die dann nur mehr bieten.
Ich hatte viel Spaß mit „Abgestaubt“ und kann es allen empfehlen, die nicht grübeln wollen, sondern einfach das schnelle Vergnügen suchen. Ein perfektes Spiel, um Nichtspieler an den Tisch zu bekommen, und sicher auch für Festivalbesuche hervorragend geeignet. Hirn aus, Karte ziehen, Spaß!

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